Bratofen, m., frz. four m. à rötir, engl. oVen for bakuing meat, auf oder neben dem Kochherd angebrachter kleinerer Ofen zum Braten u. Backen; früher machte man den Feuerraum meist70 em. lang, 42 em. breit, 15—20em. hoch, mit einem Ofenloch von 14 em. Breite u. Höhe. Hierauf setzte man die Brathröhre, d. h. einen Eisenkasten, auf zwei quer über die Feuerung liegende Eisenstäbe, doch so, daß sie von allen Seiten vom Feuer umspielt werden konnte, worauf der Hérd vollends aufgemauert und 12 em. über der Röhre zugedeckt oder gewölbt wurde. Bei den jetzigen modernen und sehr vervollkommneten Küchenfeuerungen ist der Bratofen häufig zugleich mit den eigentlichen Kochvorrichtungen zu heizen, in anderen Fällen aber hat er ein eigenes Feuerloch, so daß er, auch ohne den übrigen Raum der Kochmaschine zu heizen, benutzt werden kann; die Einrichtung ist danach, sowie in anderer Beziehung, ungemein manchfach; s. d. Art. Kücheneinrichtung, Ofen und Herd. Brütsche, f., so heißen in manchen Gegenden die Steuerruder der Flöße.