FeedAsseburg
GeschichteBrockhaus 1882

Asseburg, ein Geiahach jetzt in Preußen und Anhalt begütertes Geschlecht, welches seinen Namen von dem Stammsitze A. in Braunschweig führt. Diese Burg, deren Trümmer noch jetzt auf einem Vorberge der Asse, eines langen, im berge sich bis 235 m erhebenden und durch die Altenau vom Elm getrennten waldigen Bergzugs sichtbar sind, wurde in den Kriegen unter aner Heinrich IV. zerstört, aber von Gunzelin, Bolfen. Truchseß, und dessen Sohne Burchard von Wolfenbüttel — Anfang des 13. Jahrh. wiederhergestellt. Jener Burchard, welcher 1215 —61 lebte und sich zuerst 0 5 von der A. nannte, ist Stammvater des noch blühenden Geschlechts. Die Freiherrenwürde erhielt 29. Juli 1747 Karl Leop. Sigismund von der A. In den preuß. der A. erhowurde 2. Rabe 1816 Maximilian von der A. erhoben. Derselbe war 1785 geboren und vermählte sich 1814 mit der Gräfin Friederike von Blücher-Wahlstatt. Die Ehe blieb indes kinderlos, sodaß oeh. gräfl. Linie mit dem Tode ihres Begründers (gest. 17. Aug. 1851) wiederum erlosch. Außerdem ward auch dieses ersten 0— Bruder, Ludwig August von der A., geb. 11. Jan. 1796, ae 24. Okt. 1869 auf Schloß Meisdorf bei Ermsen, Herr der Mindergrafschaft Falkenstein, preuß. Kammerherr und Wirkl. Geheimrat, erbliches Mitglied des preuß. Herrenhauses, 15. Okt. 1840 mit der preuß. Grafenwürde ½½½ und dieselbe 4. Febr. 1854 auf seine beiden ältern Söhne, Ludwig und Bernhard, 10. Jan. 1881 auch auf den dritten Sohn, Egbert, übertragen. Das gegenwärtige Haupt der gräfl. Familie ist Graf Ludwig von der A., geb. 6. Juni 1829, preuß. Hofjägermeister und erbliches Mitglied des preuß. Herrenhauses. Den Besitz des Hauses bildet die Mindergrafschaft Nerrichaft im Mansfelder Gebirgskreise, sowie die Herrschaft Neudeck in Böhmen. Die Be½4½ der erloschenen Westfälischen Hauptlinie des Geschlechts, welcher unter andern der Bischof Wilhelm Anton von Paderborn (1763-82) an-Levon ingen durch Heirat an eine Linie der Famiie von ocholth über, welche seit 1793 den Namen von Bocholtz-A. und das vereinigte Wappen führt. Vgl. «Asseburger Urkundenbuche (Bd. 1, bis 1300, herausg. von von am batsdes Hannov. 1876).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 77Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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