Bennigsen, ein altes niedersächs. Adelsgeschlecht, welches sich wahrscheinlich am Ende des 13. Jahrh. von der noch blühenden Familie von Jeinsen abzweigte und sich nach der von ihr erbauten Burg B. benannte. Die Ruinen der letztern finden sich bei dem Pfarrdorfe Bennigsen (mit 800 CE.) im Amte Kalenberg der preuß. Landdrostei Hannover. Hier erscheinen die B. urkundlich zuerst 1311 als Vasallen der Grafen von Schaumburg. Sie besaßen frühzeitig auch mindensche, braunschw. und andere Lehne, woraus ihre Rittergüter B. und Völksen hervorgingen. Dazu kamen in der In. Ere Hälfte des 16. Jahrh. die Rittergüter Banteln, Gronau und Johamd im Bistum Hildesheim. Mit den Söhnen Johanns von B., gest. 1618, entstanden die beiden noch gegenwärti lehn und Linien des Hauses, die ältere Linie zu Banteln und die jüngere zu Bennigsen. Der Linie zu Banteln gehörte der russ. General Levin Aug. Theophil von Tengunde (. d.) an, welcher 1813 in den russ. Grafenstand erhoben ward. Sein Sohn ist Graf Alexander Levin von Bennigsen (s. d.) ehemaliger hannov. Minister. — jüngern Linie zu Bennigsen gehört der kursächs. Generallieutenant Gustav Adolf von B., welcher im bayr. Successionskriege die tursächs. Armee in Böhmen befehligte. Der ge enwärtige Besitzer des Ritterguts Bennigsen udolf von Bennigsen (s. d.).