Bernstein (Georg Heinr.), berühmter deutscher Orientalist, geb. 12. Jan. 1789 zu Cospeda im Weimarischen, studierte 180611 in Jena, Leipzig und Göttingen orient. Sprachen, habilitierte sich 1811 in Jena als Privatdocent, wurde Ostern 1812 als außerord. Professor der Palsord Much⸗ Litteratur nach Berlin und 1821 als ord. Professor na Breslau berufen und starb 5. April 1860. Au wiederholt unternommenen London Wenedir na Leiden om und 90 Oxford, London, Venedig, Florenz/ Rom und Neapel sammelte er in den dasigen Bibliotheken ein gewaltiges litterarisches Material namentlich an Denkmälern der syr. Litteratur und Sprache, um deren Erforschung er ah bahnbrechende Verdienste erworben hat. Die 2 löder von ihm hauptsachlt Schriften ist eine sehr große. Als die auptsächlichsten sind die auf das Gebiet des Syzuchue sich beziehenden, und zwar folgende zu bezeichnen: K6regorii Bar-Hebraei chronici syriaci e codd. mss. passim emendati specimen Io (Lpz. 1822): ferner besorgte er eine zweite Auflage von Kirschs Chrestomathia syriacad — 1 u. 2, Lpz. 1832—36). Von seinem großen syr. Worterbuche erschien nur das erste Heft (Berl. 1857). Er hat ferner zu wiederholten malen Teile von dem großen exegetischen Werk des Gregorius Bar-Hebräus, dem „Horreum mysteriorumv, teils selbst publiziert, teils durch seine Schüler aus den von ihm mit größter Gewissenhaftigkeit gemachten Abschriften bearbeiten lassen. Ferner sind zu erwähnen seine Ausabe der charklensischen übersehung des Evangeliums Johannis (Lpz. 1853) sowie die Commentatio de Charklensi Novi Testamenti translatione Syriacao Bresl. 1837; 2. Ausg. 1854). Außerdem publizierte B. einen Teil des «Hitopadesar (Bresl. 1823), das arab. Lobgedicht des Safi el-din Gef 1816) und das arab. Werk eines ungenannten Verfassers: De initiis et originibus religionum in oriente dispersarum „ (Berl. 1816).