FeedAsyle
AllerleiBrockhaus 1882

Asyle oder Zufluchtsorte nennt man nicht nur diejenigen Stätten, in denen entlassene iweis linge insbesondere weiblichen Geschlechts zeitweise aufgenommen werden, bis ihnen gelungen ist, Arbeit zu finden, sondern auch die namentlich in tungen zur zeitweiligen Aufnahme solcher Personen, die nicht im Stande sind, sich ein Nachtquartier aus eigenen Mitteln zu verschaffen. Die massenhaft nach den größern Städten zureisenden Arbeiter und Dienstboten, besonders die weiblichen, ben Em einer solchen Unterkunft oft schon aus dem nde, weil sie am Orte fremd und ohne derartige Zufluchtsorte mancherlei Gefahren ausgesetzt sind; viele andere, welche in der Stadt leben, sind durch augenblickliche Beschäftigungslosigkeit, Entlassung aus dem Dienste, Exmission aus der Wohnung wegen unpunktlicher Zahlung der Miete u. 1. w. in Verlegenheit, wo sie ihr Haupt hinlegen sollen. Die polizeilichen Gewahrsamer und «Arbeitshäusero genügen für diesen Zweck besonders darum nicht, weil sie vielfach unbescholtene Leute mit Verbrechern oder liederlichem Volk in einen Raum zusammenpferchen und so in sittlicher Hinsicht ansteckend wirken. Hier eröffnet sich ein wichtiges und dankbares Feld für den Gemeinsinn, der in der That, auch abgesehen von Veranstaltungen, die zugleich religiöse Zwecke verfolgen, zahlreiche A. für Obdachlose in verschiedenen größern Städten dieser Art hat namentlich das in Berlin einen ausgedehnten Wirkungskreis erlangt. symbolie (grch.), S asdrun en.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 111Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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