Auflösende Mittel oder Resolventia nennt man in der Medizin solche Heilmittel, welche bewirken, daß krankhaft abgelagerte Stoffe oder auch unbrauchbar gewordene Gewebteile des Körpers in flüssigen Zustand und so wieder ins Blut übergehen, um dann den Ausscheidungsorganen zugeführt zu werden. Zu diesem Zweck dienen unter anderm die Wärme (besonders die feuchte in der Form von Bädern und lauwarmen Umschlägen), das Wasser in seinen verschiedenen Gestalten (als kaltes und warmes, als chemisch-reines, Quell⸗ oder Mineralwasser) und der elektrische Strom, von Arzneimitteln die Alkalien, viele Salze derselben, manche Säuren (besonders Essigsäure), einige Metel), eine große Anzahl Pflanzenmittel u. . w. Körperbewegungen, insbesondere Massage (s. d.), wird die auflösende Behandlung sehr gefördert.