Bähr Dob. Christian Felip, namhafter deutscher Philolog und Altertumsforscher, geb. 13. Juni 1798 in Darmstadt, als ** des nachmaligen bad. Prälaten, Kirchen⸗ und Ministerialrats Johannes B. (geb. 28. Aug. 1767 zu Heidelberg, gest. 4. April 1828 zu Karlsruhe). B. besuchte das Gymnasium und die Universität zu Heidelberg, habilitierte sich daselbst 1819 und erhielt 1821 eine außerord., 1826 eine ord. Professur. Seit 1833 stand B. auch an der + der Universitätsbibliothek. Er ** zu Heidelberg in der Nacht vom 28. um 29. Nov. 1872. B. machte sich *„ beannt en die mit Kommentarien versehenen biades» (Heidelb. 1822) und »Philopoemen, Flaminius, Pyrrhus ⸗ 5—— 1826). Außerdem sammelte und erläuterte B. die Bruchstücke des 4Ktesias (Frankf. 1825). Seine Hauptwerke sind die „Geschichte der röm. Litteraturv (Karlsr. 1828; 4. Aufl., 4 Bde., 1868— 73), woran sich drei Supplemente: „Die christl. Dichter und Geschichtschreiber Roms» (Karlsr. 1836), «Die christl.⸗röm. Theologies (Karlsr. 1837) und „Geschichte der röm. Litteratur im karolingischen Zeitaltero (Karlsr. 1840) anschließen, und die Bearbeitung des „Herodoto (4 Bde., Lpz. 1832—35; 2. umgearbeitete Aufl., 4 Bde., Lpz. 1855—61), in welcher namentlich die Sacherklärung ausgezeichnet behandelt ist. Außerdem hat B. noch eine Anzahl kleinerer Schriften und 5. Werte Beiträge zu Zeitschriften und encyklopäd. Werken geliefert. Seit 1821 nahm er thätigen Anteil an den „Heidelberger Jahrbücherno, die er seit 1834 mit Schlosser und Muncke, seit 1847 allein redigierte.