Balester (mittellat.), Armbrust, welche Kugeln wirft; Balestarius, Armbrustschütz. nist, dessen Familienname eigentlich Balph lautet, geb. 15, Mai 1808 zu Limerick in Irland, trat schon als siebenjähriger Knabe öffentlich und mit Beifall als Violinspieler auf, kam mit 16 Jahren nach London, fand hier ein Engagement als Sänger (Baritonist) und wirkte dann als Musikdirektor an einem der kleinern Theater, bis er 1825 mit einer reichen Familie nach Italien ging. Hier lieferte er 1826 für das Rachte in Mailand das Ballet La Peyrousev. ach einem kurzen Aufenthalte in Paris kehrte er nach Italien zurück sang bis 1835 an verschiedenen Bühnen und schrie daneben Opern. Nachdem er sich mit der Sängerin Roser verheiratet, ging er 1835 nach London, wo er noch in demselben Jahre mit der Oper „Lassedio di La-Rochelles auftrat. Seitdem wirkte er an mehrern Theatern und Konzerten als Dirigent und komponierte viele Opern, von denen die bekanntesten sind: Falstaffo (1838), (Jeanne d'Arey (1839), «The Bohemian girlv (Die Zigeunerin », 1844), (Les quatre fils Aymono (1844 für Paris), L'étoile de Sévilles (1846 für Paris), The bondmano (1846), Satanellas (1859), The Puritan's daughtero (1862). Einige derselben, wie die «Haimonskinderv und die Zigeunerin , sind mit Beifall auch auf deutschen Bühnen zur Aufführung gelangt. Er starb 21. Okt. 1870 zu Romney Abbey in Hertfordshire. Den ½½½ tionen B.s fehlt es an Schöpferkraft und künstlerischem Ernst; er ist ein flüchtiger Nachahmer meist franz. und ital. Muster und hat wesentlich zur Ceine Toch der engl. Bühnenmusik beigetragen. — Seine Tochter Vietoria, geb. 1837, betrat 1859 in London als Sängerin die Bühne, wirkte dann als solche in England, Italien und in Petersburg, vermählte sich 1860 mit Sir John Crampton, ließ sich aber bereits w1863 scheiden und heiratete bald darauf den Herzog von Frias, einen span. Granden. Sie starb zu Madrid 21. Jan. 1871.