FeedAsbjörnsen (Peter Kristen)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Asbjörnsen (Peter Kristen), namhafter norweg. Schriftsteller, geb. 15. Jan. 1812 zu Christiania, bezog 1833 die Universität Suuahe übernahm aber bald darauf eine Stelle als Haus ehrer, welche ihm hinreichend Muße ließ, sich mit botan. und Rabt „Studien, sowie mit dem Einsammeln von olkssagen und Volksmärchen zu beschäftigen, und Jab erst 1837 nach Christiania zurück, wo er einige Jahre Medizin und am er auf Aonen studierte. Seit 1846 unternahm er auf Kosten der Regierung mehrere Reisen, teils längs der norweg. Kusten, um die Fauna der Küstengewässer zu erle chen, teils durch das Innere des Landes, um eine Sammlungen von Sagen und Volksmärchen — vervollständigen. Auch begleitete er 1849 — 50 ie Kriegskorvette Adler auf ihrer Expedition nach dem Mittelmeere. Einige Jahre darauf wandte er sich dem Forstwesen zu und studierte 1856 —58 auf der Forstakademie zu Tharand in Sachsen. Nach seiner Rückkehr nach Norwegen erhielt er im Ministerium des Innern eine Anstellung als Forstmeister. Außer einer großen Anzahl naturwissenschaftlicher, besonders zoolog. Arbeiten, wie «Das wilde Renntier und die Renntierjagd in den norweg. Alpen» (1852), Das Clentier und die Clentierjagdo (1851), „Die Litoralfauna des Christianiafiord » (1853) u. s. w., hat A. mehrere geschätzte 2* uläre naturwissenschaftliche Bücher veröffentlicht, wie die «Naturhistorie for Ungdommen » (6 Tle., chris. 1839 —49) und Kortfattet Naturlaeres (Christ. 1841). Sein Hauptwerk jedoch ist die Sammlung der «Norste Folke-Eventyro (herausg. mit J. Moe, Christ. 1842 —43; 4. Aufl. 1868; neue Sammlung, Christ. 1871). Demselben schließen sich Norske Huldre-Eventyr og Folkesagns (Sammlung 1 u. 2, Christ. 1845 —.48; 3. Aufl. 1870) an. Viele Mitteilungen aus dem Leben des norweg. Volks Semme auch mehrere von ihm herausgegebene Sammelwerke, wie Dtenmete (1850 —52 u. 1866), «Ydale » (1851), „Hiemmet og Vandringeno (1847) u. s. w. Scanius, der Sage nach Sohn des Aneas (s. d.) und der Kréusa, verließ das brennende Troja an der Hand seines Vaters und kam mit diesem nach Italien, wo Aneas mit Lavinia, der Tochter des Königs Latinus, sich vermählte und Erbe von dessen Reiche ward. Nach Aneas übernahm A. die Regierung, ließ Lavinia, die aus Furcht vor A. in die Wälder floh und dort von einem Sohne entbunden ward, zurückführen und erbaute Albalonga, wo nach seinem Tode der Sohn der Lavinia, (Aneas) Sylvius, König ward, während A.“' eigener Sohn, Julus, der angebliche A nherr des Geschlechts der Julier, mit einem erblichen Priestertume abgefunden wurde. Nach andern ward A. selbst der Name dder 6 beigelegt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 37Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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