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ReligionBrockhaus 1882

Basiliken befinden sich in Rom und Ravenna; die interessantesten sind San-Clemente, San-Paolo ori le mura, 4.Mana N fuori le mura, Sta.⸗ udenziana, Sta.⸗Maria Maggiore, Sta.⸗Sabina, Sant'⸗Agnese und Sta.⸗Prassede, sämtlich zu Rom. Aus der altchristlichen B. entwickelte sich durch weitere architektonische Ausbildung, besonders des Chorbaues, die romanische B., deren Decken ebenfalls anfangs von Holz waren, aber bald durch Kreuzgewölbe ersetzt wurden, und die gotische B. Das Harakteristische Merkmal einer mittelalterlichen B. ist das überhöhte Mittelschiff mit Oberfenstern. Im 19. Jahrh. haben 2—— Ludwig I. von Bayern und König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen die Form der en. Di⸗ Basiliken für Kirchen wieder aufgenommen. Die B. des heil. Bonifacius zu München, die Kirche St. Jakob zu Berlin, die Friedenskirche zu Potsdam sind die wichtigsten Beispiele. Vgl. von Quast, «Die Basiliken der Alten» (Berl. 1845); Reber, «Die Urform der röm. Basilikeny in den «Mitteilungen der sterreichischen Centralkommission für Baudenkmaler (14. Jahrg., Wien 1869); Zestermann, „Die antiken und christl. Basiliken Hns 1847); Weingärtner, Ursprung und Entwickeung des christl. Kirchengebäudesv (Lpz. 1858); Mokhes, Die Basilikenform bei den Christen der ersten Jahrhundertes (Lpz. 1865); Canina, Ricerche sul architettura più propria dei templi cristiani) (Rom 1846); von Quast, «über Form, Einrichtung und Ausschmückung der ältesten christl. Kirchenb (Berl. 1853); Meßmer, aliber Ursprung, Entwickelung und Bedeutung der B.y (Opz. 1854); Hübsch, Die altchristl. Kirchen (Karlsr. 1863); von Quast, Die altchristl. Bauwerke von Ravennas (Berl. 1842).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 536Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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