Bauchredner oder Ventriloquisten (vom lat. venter, der Bauch, und loqui, reden) nennt man Personen, welche nicht sowohl durch eine besondere Organisation der Stimmwerkzeuge, als durch eingeübte Fertigkeit Töne und Worte Harnr bringen können, ohne daß sie den Mund wir lich bewegen, und zwar so, daß der Zuhörer glauben muß, die Stimme komme irgendwo anders her. Der Name entstand aus der irrigen Herde. C 6r daß die Stimme im Bauche gebildet werde. Es esteht aber diese Kunst amnet, darin, daß der B., nachdem er tief eingeatmet, langsam und graduiert auszuatmen, und dabei die Luft einzuteilen, den Ton der Stimme aber mittels der Muskeln des Kehlkopfs und besonders des Gaumensegels 6 abzuändern versteht, daß die Töne bald aus größerer, bald aus geringerer Ferne zu kommen scheinen. Übriens trägt auch Haltung und Richtung des Kopfes bei. Diese Kunst ist sehr alt; schon Jesaias gedenkt eines B. Die Griechen, die sie für ein Werk der Dämonen hielten, nannten die B. Engastrimanten GBauchwahrsager) oder auch Eurykliden, nach Eury-Ies, der zu en die Bauchrednerei trieb. Ostindien hat die V½4 testen B. Eine Geschichte der Wertrednerkunst ist in Albert de la Chapelles Werk: „Le ventriloque ou Pengastrimysthev (2 Bde., Lond. 1772), enthalten. Vgl. Hardy, Wentriloquism made easy o (neue Ausg., Lond. 1866).