Bechstein (Joh. Matthäus), bekannt als Ornitholog und Forstmann, geb. 11. uli 1757 zu Waltershausen im Herzogtum Gotha, besuchte das Gymnasium zu Gotha und studierte dann Wngnu Jena, worauf er 1785 Lehrer am Salzmannschen Gemem in Schnepfenthal wurde. Durch seine Gemeinnützige aturgeschichte Deutschlandso (4 Bde., Lpz. 1789—95; 2. Aufl. 1801—9), in welcher er sich besonders als Ornithologen bewährte, erregte er die Aufmerksamkeit der Forstmänner, sodaß Burgsdorf ihm den Lehrbrief als geprüftem Forstmanne erteilte. Da der von ihm 1791 bei dem Herzog von Gotha eingereichte Plan zu einer Lehranstalt für Forstwissenschaft keine Annahme fand, begründete er 1794 auf eigene Hand eine solche auf dem reigute Kemnate bei Waltershausen. Zu gleicher Zeit stiftete er die Societät für Forst- und Jagdkunde, von welcher die Annalen und die Zeitschrift Dianar ausgingen. B. konnte indes, trotz aller Erfolge, 1 seine Anstalt keine Untertützung von seiten der Regierung erhalten, und holgte deshalb einem Rufe als Direktor der neu zu gründenden meining. Forstakademie Dreißigacker. Hier starb er als Geh. Kammer⸗ und Forstrat 23. Febr. 1822. Unter seinen zahlreichen Schriften sind noch hervorzuheben: Forstinsektologies (3 Bde., Gotha 1818), 4Forstbotanik (Erf. 1810; 5. Aufl., von Behlen, 1841—42), und vor allem die Forst- und Jagdwissenschaft nach allen ihren Teilend (5 Bde., Erf. 1818—21), die von Laurop fortgesetzt wurde; ferner Abbildungen naturhistor. Gegenstände (8 Bde., Lpz. 1793—1810; 2. Aufl., 6 Bde., 1816 —23) und Naturgeschichte der Hof- und Stubenvögeld (5. Aufl., herausg. von Berge, Lpz. 1870). Vgl. L. Bechstein, Joh. Matth. B. und die Forstakademie Dreißigackerd (Meining. 1855).