Beck (Joh. Tobias von), namhafter deutscher Theolog, geb. 22. Febr. 1804 zu Balingen in Württemberg, studierte 1822 — 26 zu Tübingen Theologie, wurde 1827 Pfarrer zu Waldthann im Oberamte Crailsheim, 1829 Stadtpfarrer und Oberpräzeptor zu Mergentheim, 1836 sehor der Professor zu Basel und 1843 ord. Professor der Theologie und Frühprediger in Tübingen. Hier hat B. bis zu seinem Tode (28. Dez. 1878) sowohl als Prediger wie als drehe Ahüt Lehrer eine bedeutende und einflußreiche Thätigkeit entfaltet. Gegenüber der kritisch-spekulativen Schule Baurs begründete er eine eigene und selbständige theol. Richtung, indem er lediglich durch positive Einführung der Studierenden in das Schriftstudium und in die Schriftlehre zu wirken bemüht war, wobei seine eigentümliche Theosophie ihn freili heinen zu unhaltbaren Ansichten führte. Unter seinen Schriften sind die bedeutendsten: «Einleitung in das System der christl. Lehrer (Stuttg. 1838; 2. Aufl. 1870), Die christl. Lehrwissenschaft nach den biblischen Urkunden»(Tl. 1, Stuttg. 1841; 2. Aufl. 1875), „Die Geburt des christl. Lebenso (Basel 1840), Die christl. Menschenliebes (Basel 1842), Umriß der biblischen Seelenlehres (Stuttg. 1843; 3. Aufl. 1871), „Gedanken aus und nach der Schrift v (Frankf. 1859; 3 Aufl., Heilbr. 1876; dasselbe Reue Folge, Heilbr. 1878), Leitfaden der ristl. Glaubenslehre für Kirche, Schule und Hauso lebren 1862; 2. Aufl. 1869), «Die christl. Liebesehrer (Fortsetzung des «Leitfadeno; Abteil. 1: «Die Geburt des christl. Lebens und die christl. Menschenliebes, Stuttg. 1872; Abteil. 2: Die Lehre von den Sakramenteno, Stuttg. 1874), «Erklärung der zwei Briefe Pauli an Timotheuso (Gütersloh 1879). Seine geist⸗ und charaktervollen «Christl. Reden v sind gesammelt (2 Bde., Stuttg. 1836—38) erschienen. Aus seinem Nachlaß gab Riggenbach die „Pastorallehren des Neuen Testaments» (Gütersloh 1880) heraus. ö