FeedBeck (Heinr.)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Beck (Heinr.), ausgezeichneter deutscher Schauspieler, geb. 1760 in Gotha, ging 1777 zur dortigen Bühne, die damals unter Ekhofs trefflicher Leitung stand. Nach dessen Tode siedelte er mit dem größten Teil der gothaer Künstler nach Mannheim über. Die Freundschaftsbande, die ihn hier mit Beil und Iffland vereinigten, förderten ungemein die Leimungen der ge 3 Tbea Schauspie Wahtend e die sich an dem neuen Theater bildete. Während Schillers Aufenthalt in . trat B. auch zu diesem in ein intimes Verhältnis. B. spielte Helden und Liebhaber und zeichnete sich durch feine und maßvolle Haltung auch in dem Fache der Bonvivants aus. Von den Dramen, die er geschrieben, haben sich die Lustspiele Die Schachmaschines (Berl. 1798), «Die Quälgeister» (Frankf. 1802) und Das Chamäleono (Frankf. 1803) am längsten auf dem Repertoire erhalten. Als Iffland 1796 Mannheim verließ, wurde B. von seinen iurst pon Bar zu dessen Nachfolger erwählt. Der Kurfürst von Bayern berief ihn 1800 als dirigierenden Regisseur nach München, wo er 6. Mai 1803 starb. ů

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 667Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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