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ErdkundeBrockhaus 1882

Bedunore, Stadt in Mysore 8 d.). Bedr (Bedr Honein), kleine Stadt im Hidschäz Gedschas) in Arabien, in einem fruchtbaren wasserreichen Thalgrunde zwischen Medina und Melka 910 en, Stationsort der Pilger. Bei B. erfocht me im Monat Ramadhan des zweiten Jahtes der Hedschra (624 n. Chr.) seinen ersten großen Sieg über die Kureischiten; die Umgegend von B. wird deshalb in der arab. Poesie hoch gefeiert. Bedretto (Val de), Hochthal im chweiz. Kanton Tessin, die oberste Thalstufe des Ticino, vom Nufenenpasse bis Airolo 20 km lang. Das Thal ist rauh und wild, reich an Weiden, infolge der hau esetzten Entwaldung der steilen Thalwände äufigen und gefährlichen Lawinen ausgesetzt, die z. B. am 7. Febr. 1749 das Dorf Ossasca mit 13, am 7. Jan. 1863 die Hälfte des Dorfes B. mit 28 Gotthard begruben. Im N. wird es von der otthardgruppe, im S. von den Tessineralpen eingefaßt; die Saumwege über den Nufenenpaß, 2440 m, und den San-Giacomopaß, 2308 m, verbinden dasselbe mit dem Oberwallis⸗ und dem Formazzathale; nach S. führen der Passo di Naret, 2443 m, ins Val Lavizzara und die Forcla di Cristallina, 2583 m, ins Val Bavona. An seinem untern Ende wird das Thal von der Gotthardstraße und 24 . berührt. In den Dörfern Fontana, Ossasca, Villa, Bedretto und Ronco zählt es 25⁴ Viehzucht treibende Einwohner. Bedrohung, s. Drohung. Bedscha oder Budscha, ein bei den arab. Geographen und Historikern oft erwähntes Volk, das oberhalb der Abessinier an den Ufern des Nils gewohnt haben soll. Sie werden als von tief chwarzer Hautfarbe, völlig nackt und gegen die Fremden reundlich geschildert. Gegenwärtig leben die B. in en Bischarin und Haddendoa fort, deren Sprache, die auch außerdem von einem Teile der Beni-Amer esprochen wird, unter der Bezeichnung To-bedscauiszeh bekannt ist. Ihr Verbreitungsgebiet liegt Labwien dem Roten Meere und dem Nil von Obergypten bis an den Fuß des abessin. Nordrandes. Sie gehört (nach F. Müller) zur äthiop. Gruppe des hamitischen Sprachstammes, ist allo mit der Sprache der Saho, Bogos, Galla, Somali und Danakil verwandt. Lepsius hält die B. für die Nachkommen der Bevölkerung des alten Kulturbe a Meroe, während Quatremere in denselben ie Nachkommen des bei den alten ½ erwähnten Volks der Blemmyer erblickt. Vgl. Almkoist, Die Bischari-Sprache Tũ Bedäwie in Nordostafrika. Beschreibend und vergleichend dargestellto (Bd. 1, Upsala 1881). „Bedschapur (engl. Beejapoor oder Bejapoor), ind. Widschayapura, d. h. Siegesstadt, ein unter-Hontgreich, im seiner Zeit mächtiges mohammed. önigreich, im westl. Teile des vorderind. Hochlandes Dethan zwischen der Bhima und der Tumbudra, Nebenflüssen der Kistna, gelegen. Nach Ferischta wurde dasselbe 1488 von einem Sohne des osman. Sultans Murad II., Namens Jussuf, seen N und gelangte unter 91. (gest. 1510) und einen Nachfolgern ISmail t. 1534), Ali-Adil-Schah (1557—79), Ibrahim-Adil-Schah II. (1579 —1626) und Mohammed-Adil-Schah (1626-60) zu Macht und Blüte. Namentlich suchten die genannten Fürsten ihre Hauptstadt durch Prachtgebäude aller Art zu verschönern. Unter Ali-Adil-Schah II. (gest. 1672) und dessen Sohne, Secunder-Ali-Schah verfiel das Reich, bis der Großmogul Auren Zeyb 1686 dasselbe einnahm. Bei dem Verfalle des Reichs von Delhi, zu Anfang des 18. Jahrh., kam B. an die Maharatten und von diesen 1818 an die Engländer. Die letztern behielten den größern, an der Küste gelegenen Teil desselben für 0 „gaben einen zweiten dem Nizam von Hyderabad, un den dritten, mit der Hauptstadt, dem Maharatten-Radscha von Satara. Von letzterm ist es an die engl. Regierung zurück WBemt und bildet jetzt einen Teil der Präsidentschaft Bombay. Die Stadt Bedschapur, unter 16 50“ nördl. Br. und 75· 48/ östl. L. (von Greenwich) im Distrikt Kaladgi der Präsidentschaft Bombay unweit dessen östl. besr 5 gegen Hyderabad gelegen, zählte zur Zeit ihrer Blüte fast 1 Mill. C. und schloß mit ihren hohen, noch jetzt erhaltenen Steinmauern gegen 160⁰ Moscheen und eine größere Anzahl in den verschiedensten orient. Baustilen errichteter Paläste und anderer Prachtgebäude in sich, als kaum eine andere Hauptstadt des Ostens. . jetzt (1872) nur noch 12 938 E. Das von ohammed-Adil-Schah für sich selbst errichtete, Burra-Gambus, d. h. großer Dom, genannte Mausoleum ist ein ernstes und schmuckloses, aber großartiges Gebäude, dessen Maße sich denen der Peterskirche in Rom nähern. Die Hauptmoschee zeichnet sich ebenfalls durch Größe, das Grabmal von d dagegen durch die Schönheit einer Architektur aus. Auch das innerhalb der ingmauer gelegene Fort mit 109 Türmen, einem in den Fels gehauenen Graben und der Citadelle, in Welcher sich ein dem zu Ellora gleichender Tempel aus vormohammed. Zeit befindet, ist bemerkenswert. Die Regierung zu Bombay sorgt Baunderle. nach Kräften für die Erhaltung dieser Bauwerke.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 681Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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