FeedBegrüsfungen
AllerleiBrockhaus 1882

Begrüsfungen nennt man die landesüblichen bam . und Redensarten, durch die man andern eim Zusammentreffen oder Abschiednehmen seine Achtung, Ergebenheit, Wohlwollen und Freunds chaft .½½ gibt. Die alten Hebräer hatten schon ihr halom lechä! (Friede sei mit dirt), die Griechen dut alle Fälle den einfachen Gruß Xatos! (Freue ich!). Die Römer sagten beim Begegnen Ave! (Sei 8 rüßt!), und beim Gehen Valei (Lebe wo Ih. Gleichen woß und Abschied bezeichnete Salvel (Beluer dich wohll). Unter den nach europ. Weise civilisierten Völkern hat sich eine Beuch leichförmigkeit der B. gebildet, obschon die immer noch be groß ist. Ziemlich allgemein ist seit dem 17. Jahrh. das Entblößen des Hauptes zum Zeichen des Grußes geworden, das, wie alte Bildwerke —* en, bereits im 15. Jahrh. vorkommt, aber im Anange nur von Niedern gegen 9. Onc. beobachtet wurde. Nächstdem gelten Händedruck, Umarmung und Kuß als Ausdruck .½%½3 Gesinnunen. Statt der im nördl. Deutschland üblichen Grußormeln: Guten Morgen! Guten 00 u. s. w., rüßt man im südlichen gern: Grüß' Gott! und in th. Ländern mit dem vom Papst Benedikt XIII. 1728 anempfohlenen Bundesgruß: Gelobt sei Jesus Christus! welcher mit: In Ewigkeit! Amen! erwidert wird. Der Bergmann grüßt mit: Glück auf! Unter den Lun Völkern, namentlich bei den Russen, ist das Küssen der Kleider und Schuhe dessen, dem man eine Ehrfurcht bezeigen will, Sitte; Niedere werfen ich vor den bn auf die Erde. In der Türkei reuzt man beim Gruße die Hände auf der Brust und beugt sich mit dem Kopfe gegen den, +½* man grüßt. Der niedere Araber ruft den ihm Be½%½% Selàm aleikum! (Friede sei mit euch Rer und legt dabei die linke Hand auf die 1 r Begrüßte Een in gleicher Stellung: Aleikum es-selam! (Mit euch sei Friede). Die vornehmen Araber dagegen umarmen sich beim Gruß mehrmals, kässen sich die Wangen und dann die eigene Hand. Die Lappländer drücken, wenn — rü ßen, die Nasen fest aneinander, ebenso berühren auf den Gesellschafts⸗ und eundschaftsinseln die Grüßenden einander die Na die 5 n. In den meifete orient. Ländern tragen die B. Höherstehender eitens ihrer Untergebenen einen sklavischen Charakter an sich. Von eigentümlicher Art und genau ber Sch nd die militärischen B. und das Begrüßen r Schiffe. (S. Salutieren.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 694Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 3

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Allerlei 6