FeedBeil (Joh. David)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Beil (Joh. David), deutscher Schauspieler und Schauspieldichter, geb. 1754 zu ic aber studierte in Leipzig die Rechte, wandte sich aber bald dem Theater zu. Zunächst bei einer Gesellschaft in Naumburg engagiert, die sich dann nach Erfurt wendete, kam er auf thaisch ung Karl von Dalbergs 1777 an das gothaische Hoftheater, wo er mit Heinrich Beck und Ifland einen idealen Freunde Hoftheater aufgab, wurde er für das neue heater zu Mannheim engagiert. B. war ein Schauspieler von feuriger Begeisterung und glänzte in jeder Art Charakterrollen, namentlich in humoristischen. Seine regellose Lebensweise, besonders seine Leidenschaft für das Spiel ard 12 jedoch seine harmonische Entwickelung. Er starb 12. Aug. 1794. Unter seinen Schau⸗ und Lustspielen sind insbesondere Die Spielers (1785) und „Die Schaupielerschules (1786) bekannt; seine sechs Stücke erchienen nach seinem Tode als „Sämtliche Schaupieles (2 Bde., Zür. 1794); darunter die beiden genannten unter den neuen Titeln: „Die Gaunery und Liebe und Launev. Vgl. B.s Biographie in den «Mitteilungen des Vereins für Chemnitzer Geschichtes (Bd. 1, Chemnitz 1876).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 700Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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