FeedBenvenuto Eellini
NaturlehreBrockhaus 1882

Benvenuto Eellini, s. Cellini. Beniart, s. Bizerta. B berg (Joh. Friedr.), namhafter Physiker und Publä ist, geb. 5. Mai 1777 in Schöller bei Elberfeld, studierte in Marburg Theologie, dann in Göttingen Physik und Mathematik. ranf hielt er sich einige Zeit in Hamburg auf, wo er au dem Michaelisturme Versuche über das Gesetz des alles, Üüber den Widerstand der Luft und über die mdrehung der Erde anstellte. Der Kurfürst von Bayern ernannte ihn 1805 zum Professor der Physik und Astronomie am Lyceum zu Dusseldorf; auch wurde ihm die Leitung der Landesvermessung übertragen. B. grundete eine eigene Schule für Land-W für die er das »Lehrbuch der Geometriesß (3 Bde., Düsseld. 1810, 2. Aufl. 1818) schrieb, und entwarf eine Landmesserordnung. Ein heftiger ö Gegner Napoleons, ging er infolge der Regierungsveränderung im Bergischen 1810 nach der Schweiz. Nach dem Sturze Napoleons wandte er sich nach Paris, später nach Deutschland zurück. Er veröffentlichte: «Wünsche und Hoffnungen eines Rheinländerso (2. Aufl., Dortm. 1815), alber das Kataster (2 Bde., Bonn 1818), «liber Handel und Gewerbe, Steuern und Zöller (Elberf. 1819), eliber Provin-Repe Berg mit besonderer Rücksicht auf Julich, leve, Berg und Mark» (2 Bde., Hamm 1819— 22), aUÜber Preußens Geldhaushalt und neues Steuersystem»(Lpz. 1820) sowie eine Reihe polit. Gelegenheitsschriften über preuß. Verhältnisse, namentlich zwei aus den „Zeitgenossen» abgedruckte Schriften —F Hardenberg und Köni Fund rich Wilhelm III. (Lpz. 1821), durch die er f und deren Verleger (rodbaus in Leipzig) die Un zah. der preuß. Regierung zuzog. 1 semen lezten Ja * ren widmete er sich bauptjäch ich der Beobachtung und der Theorie der Feuerkugeln, Sternschnuppen u. s. w. und ließ auch noch mehrere physik. Schriften, darunter „Versuche über die Umdrehung der Erde⸗(Düsseld. 1845) und elber die Sternschnuppeno(Hamb. 1839), erscheinen. Er starb 8. Juni 1846 zu Bilk bei Düsseldorf. Hier hatte er 5 eine Sternwarte erbaut, die er der Stadt Düssel-Bmmmder (Karl), mit seinem Bruder Nikolaus Einsiedeln in der Schweiz, geb. 16. Okt. 1799, ge Nar 1873, war der 805 Kar die verschiedenen technischen Fächer, wie die Buchbinderei, Steindruckerei, Stereotypie, Kupferstecherei. Im J. 1860 ging die Firma von den Begründern auf deren Söhne Joseph Karl, Nikolaus, Rartin, Adelrich sen., Adelri jun. (Konsul in Eincinnati, gest. 1877) un Louis (in Neuyort) über, von denen die beiden letzten die unter der Firma Benziger Brothers in Cincinnati (1860) und Neuyork ptgeß gegründeten Filialen leiteten. N. dem Hauptge — in Einsiedeln erreichte die Buchdruckerei eine Ausdehnung bis auf 16 Schnellpressen, die Steindruckerei bis auf 6 Schnellpressen und 10 Handpressen, die Kupferdruckerei bis auf 7, die Lichtdruckanstalt bis auf 3 Pressen. mogravb traten hinzu eine xyloraph. und eine zin —h J7 Anstalt, Zeichnerei und lerei. Die Firma be aht etwa 700 direkt Angestellte und bietet den Arbeitern eine eigene Alters⸗ und Krankenkasse, sowie ein Kosthaus für vierzig jngere Leute. Der Bücherverlag dehnte ich aus 5 viele illustrierte Prachtwerke und eine illustrierte Zeitschrift (éAlte und Neue Welte) neben Hunderten verschiedenen Gebetbüchern. Der und von Heiligenbildern erhob sich zum größten un berühmtesten in dieser Richtung. Im J. 1880 traten Joseph Karl und Adelrich sen. aus und des erstern Sohn Karl für Einsiedeln, sowie Nik olaus, Sohn des Regierungsrats Nikolaus B., für Amerika ein, wo 1875 noch eine dritte Hauf in St.⸗Louis gegründet worden war. Die Häuser in Amerika verlegen auch engl. Gebetbücher und amerik. Schulbuücher; das Geschäft in Neuyork hat 1 iell noch eine Werkstätte fur kirchliche silberne enzin galt früher als leichbedeutend mit Benzol; in neuerer Zeit be eichnet man aber mit dem Ausdruck B. in der echnologie wie im ge-Syur ober Leben Substanzen, die häufig keine Spur oder nur minimale Mengen von Benzol enthalten. Das was man gegenwärtig B. nennt, ist der flüchtigste Teil des bei der Rektifikation verschiedener Teerarten gewonnenen Destillates. Stammt der Teer von der trockenen Destillation von Stein⸗ —7 so ist das B. im wesentlichen unreines Benzol, während der Braunkohlenteer, Schieferteer, Bogheadteer B. liefert, welches flüchtige Ko lenwasserstoffe enthält, die nicht der aromatischen Reihe angehören. B. findet technische Verwendung in der Paraffinfabrikation, ferner zur sog. chem. Reini-Henwas getragenen Stoffen und im Haushalt als Ne asser wegen Ber d Eigenschaft Fett und Schmiere lösen. Bei dem Gebrauch des B. ist die größte Vorsicht geboten, da es außerordentlich leicht entzündlich ist.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 780Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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