Beowulf (gewöhnlich durch Bienenwolf, d. i. Ricchen erklärt) ist der Name einer nach ihrem mythischen Zichn in benannten, volkstümlichen —* n Dichtung in angelsächs. Sprache. ie iege B.s über das Ungeheuer Grendel und einen landverwüstenden Drachen bilden den Hauptinhalt, wozu noch mehrere größere oder kleinere, in verwandte Sagenkreise übergreifende Episoden kommen. Die Sagen selbst müssen Angeln und Sachsen schon mit sich aus der alten in die neue Heimat gebracht haben. Das Gedicht jedoch, wie es noch erhalten i t, ging wol bald nach dem Beginn des 8. Jahrh. aus der Hand seines letzten (christlichen) Umdichters hervor. Es ist daher das älteste größere Denkmal deutscher Volkspoesie und somit fur die Entwickelungsgeschichte der gesamten deutschen Sprache, Poesie, tur und Volkstümlichkeit von höchster Wichtigkeit. Geualt hat das Beowulfslied seine gegenwärtige Gestalt unter christl. Einflu e erhalten; doch war dieser noch nicht mächtig genug, um alle heidnischen Züge vollständig zu verwischen. Herausegeben wurde das nur in einer einzigen Handschrift vorhandene Sprachdenkmal von Kemble (Cond, 1833; 2. Aufl. 1837) welcher auch eine engl. B nebst brauchbarem Glossar (Lond. 1837) folgen ließ; dann von Thorpe (Lond. 1855) von Grein in Kal „Bibliothek der angelsächf. oesies (2 Bde., el u. Gött. 1857 59) und in deparatausgabe (Kassel u. Gött. 1867), von Grundtvig (Kopenh. 1861), von Heyne (Paderb. 1863; 4. Aufl. 1879) und von Dersenn (Freib. i. Br. 1882). Unter den deutschen Übersetzungen sind die von Grein lin den Dichtungen der Angelsachsen⸗,2 Bde., Kassel u. Gött. 1857), von Simrock (Stuttg. 1859), Zer⸗ derb. 1863) hervorzuheben. erabra, afrik. Volksstamm, Barabra.