FeedBerchta
Sagen & MythenBrockhaus 1882

Berchta (woraus die jetzige — Bertha; un Althochdeutschen Perahta, d. i. die Leuchtende, Glänzende), eine german. Göttin, wohl nur eine Erscheinungsform der Frija, der Gemahlin Wodans, die schon ihrem Namen nach auf die enge Verbindung mit dem Sonnengott Wodan hinweist. Unter verschiedenen Benennungen lebt sie noch dat als geister7 Wesen fort, dasselbe wie Hulda, Frau Holle. ährend letztere im Volksglauben des nördl. Ritt I. land als freundliches Wesen erscheint, tritt B. im südl. Thüringen, Bayern, Elsaß, Schwaben, Esterreich, Schweiz als ein fürchterliches, kinderschreckendes Scheusal auf. Durch die christl. Volksansicht ward die alte heidnische at als im südl. Deutschland tiefer herabgewürdigt als im nördlichen. Als Beschützerin der weiblichen Arbeit führt B. namentlich die Aufsicht über die Spinnerinnen. Was sie an dem ihr geweihten letzten Tage des Jahres unabgesponnen sae das verdirbt sie. Ihr est muß durch ein alt ergebrachtes Au Mehlpeisen und Fische, begangen werden. Auf ihre eintige Verehrung gründen sich das noch jetzt übliche erchtenspringen und Perchtenlaufen in alzburg und Tirol, vielleicht auch der Bechteltag (. d.Nin der Schweiz. Auch mögen manche Sagen von B. auf berühmte Frauen dieses Namens übertragen worden sein. Die Sagen von der Weißen rau stehen mit der altheidnischen Göttin B. in usammenhang. [Berchta.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 788Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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