Bekker (Elisabeth), deftne Schriftstellerin, geb. 24. Juli 1738 zu Vliessingen, war mit dem reform. Prediger Adrian Wolff verheiratet. Nach dessen Tode, seit 1777, lebte in der innigsten Freundschaft mit der geistreichen Agathe Deken, mit welcher sie auch während des sog. Englischen Kriegs nach Frankreich zog und sich zu Trevoux niederließ. In der Revolutionszeit entging sie nicht nur selbst durch ihre Geistesgegenwart der Guillotine, sondern half auch den Gemahl ihrer reundin Renauld, der im Kerker saß, befreien. it ihr kehrte sie 1795 nach Holland zurück und lebte im Haag, wo sie 5. Nov. 1804 starb. We. Romane «Historie van Willem Levend o (8 Bde., Amsterd. 1785), 4Historie van Sara Burgerhartv (2 Bde., Amsterd. 1790; 2. Aufl., 3 Tle., 1836; deutsch, 2 Tle., Lpz. 1789), Abraham Blankaart (3 Bde., Amsterd. 1787) und «Cornelie Wildschuto (6 Bde., Amsterd. 1793—96) haben klassisches Ansehen. Ihre wichtigsten Werke schrieb sie in Verbindung mit ihrer Freundin Deken, und es läßt sich nicht entscheiden, wer von habt en größern Teil an der Zusammenstellung gehabt hat. Von Müller in wurden „Wilhelm Leewend» (4 Bde., Berl. 1798—1802) und «Klärchen Wildschütt v (2 Bde. Berl. 1800—1) ins Deutsche übersetzt.