FeedBison
TierreichBrockhaus 1882

Bison nennt man jetzt ziemlich allgemein eine Untergattung des Ochsengeschlechts, welche sich von den andern durch gewölbten Schädel, breite Stirn kurze, runde auswärts gekrümmte und vorn au die Stirn gestellte Hörner, durch zottige Mähnen um Hals, Brust und den sehr starken Widerrist (Höcker) sowie durch einen verhältnismäßig schwaunt Hinterkörper unterscheidet. Es gehören in diese * der Auerochs (s. d.) und der amerikanische B. (B. americanus), der Buf 75 der Nordamerikaner, der ehedem über den größten Teil Nordamerikas verbreitet war, jetzt nur 7½* den 10 0 rien jenseit des Missouri und bis Neumexiko in zahlreichen Herden vorkommt. Vom Buffalo hängt die Existenz der Jägervölker so wesentlich ab, daß diesen bei der immer auffälligern Verminderun der B. ein trauriges Los ur schr ach Das Fleis des amerikanischen B. gilt für * chmackhaft, und besonders wird die Zunge und der mit Fett durchwachsene Fleischklumpen des Widerristes geschätzt. Getrocknet und grob gestoßen dient es unter dem Namen wen undhe als Wintervorrat der Indianerhorden und hat auch, in Blechbüchsen geschlossen und mit Fett gemischt, in dieser Gestalt eine Hen der 2 Verwendung unter den Proviantvorräten der Nordpolexpeditionen gefunden. Die dicken Felle sind für gröbere Ledersorten, besonders ür Sohlenleder, sehr geschätzt. Die Indianer verertigen namentlich aus den Fellen jüngerer Tiere, ie weich gewalkt und gegerbt werden, ihre Kleider. Man jagt den B. zu Pferde mit dem Lasso, der Buchse, oder indem man die erschreckten Tiere in Gruben, Umzäunungen oder in Abgründe treibt. Der B. gleicht dem Auerochsen, ist aber niedriger als derselbe, 1, m hoch, 2,5 bis 258 mlang und hat einen dickern Kopf, stärkere Mähne, kürzere Beine und Schwanz. Das Mißverhältnis zwischen Widerrist und Hinterteil ist weit bedeutender als beim Auer. Das im Winter weichhaarige hle ist von hellbrauner Farbe. Die Herden sind zahlreich und furchtsam. Die Kuh ist bedeutend kleiner als der 2—3000 Pfd. wiegende Stier. In Kentucky und Illinois hat man vergeblich versucht, den B. zum Haustier zu machen. Doch ist durch Kreuzung der Bisonochsen mit gewöhnlichen Kühen eine brauchbare Abart entstanden, die den Höcker verloren, die Mähne indessen behalten hat. In europ. Tiergärten hat man von einigen Paaren Nachtommnenschaft gezüchtet. issagos-Juseln heißt der an der Küste von Senegambien, gegenüber den Mündungen der Geba und des Rio Grande, zwischen 10 2 und 11 42 nördl. Br. und in 15—17 abe L. von Greenwich dewohnt Iusel von einigen dreißig (worunter 16 ewohnte) Inseln, nach den wilden Bewohnern (auch Bidschuga und Bidschago) derselben, welche der Negerrasse angehören, benannt. Die mit einem sen Nusn Rande umgebenen niedrigen, mit wenigen Ausnahmen dicht bewaldeten Inseln sind nur ungenügend bekannt. Die 77 te, größte, ist Orango oder Aranghera, die östlichste Kanjabac; zur nördlichsten Gruppe gehört Formosa, die bevölkertste Insel der Gruppe, und am nordwestl. Ende liegt Karasch. .Dir Benetafton scheiden die Inseln voneinander. Die Vegetation ist reich. Ein breiter Riffgürtel macht die Annäherung schwierig, und zwischen ihm und dem Ufer liegen die faulenden Massen, welche das Klima sehr gefährlich machen. Jede der Inseln steht unter einem Häuptlinge, der von den übrigen keaftarund ist. Die Urbewohner sind groß und kräftig und gegen ihre Remm furchtbar grausam; gute Schiffer, handeln ie mit den reichen Naturerzeugnissen des Landes und mit Sklaven. Die Insel Bulam oder Bidama gehört seit 1792, beziehungsweise 1842 den Briten und ist eine wichtige Station zur Unterdrückung des Sklavenhandels. Bissäo, eine Flußinsel an der Mündung des Geba, ist portugiesisch, Sitz eines Gouverneurs, hat ein Volte einen Hafen und 600 E.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 102Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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