Blum (Karl), Komponist und Theaterdichter, geb. um 1785 zu Berlin als Sohn eines Beamten, trat seit 1805 als Schauspieler, dann als Sänger auf, wandte sich aber unter Hillers Leitung in Königsberg dem theoretischen Studium der Musik zu, welches er unter Salieri 1817 in Wien K, tehrte Nachdem er Italien und Frankreich bereist, kehrte er nach Berlin zurück. Hier wurde er 1822 Reisseur der königl. Durs verwaltete 1827 einige 50 die hen irektion des Königsstädter heaters, erhielt 1834 die Regie der königl. Oper wieder und starb 2. Juli 1844. B. hat sich durch eine große Anzahl gefälliger Instrumentalkompositionen, Gesangstücke und Operetten, namentlich aber durch eine Reihe von Lustspielen bekannt und beliebt gemacht. Auch hat er für die deutschen Bühnen franz., engl. und ital. Sujets bearbeitet, wie Mirandolinas nach Goldonis Locandieras, „Die beiden Briteno, Ich bleibe ledige, »Meta-Carlo Gozzi, «Erziehungsresultates nach Descomberousse u. . w. Zu seinen Originalstücken gehören: Friedrich August in Madrido, „Der Ball 50 Ellerbrunn», Lisettes, «Schwärmerei nach der Modey u. s. w. B. war auch der erste, welcher das Vaudeville nach Deutschland verpflanzte, und namentlich haben sich sein «Schiffskapitäns, „Bär und Bassar und «Kanonikus Schuster» lange auf der Bühne erhalten. Seine Stücke erschienen in den Sammlungen: «Lustspiele für die deutsche Bühney (Berl. 1827), Neue Bühnenspieles (Berl. 1828), Neue Theaterstücke (Berl. 1830), «Theater⸗ (4 Bde., Berl. 1839—44).