FeedBlum (Joh. Reinhard)
NaturlehreBrockhaus 1882

Blum (Joh. Reinhard), namhafter Mineralog, geb. 28. Okt. w1802 zu Hanau, besuchte das Gyoymnasium Derd Vaterstadt und studierte 1821—24 in Heidelberg vorwiegend Mineralogie; 1826 übernahm er die Direktion des Mineraliencomptoirs zu Heidelberg, habilitierte sich 1828 als Privatdocent daselbst und hielt seitdem Vorlesungen über die verschiedenen Zweige der Mineralogie. Im J. 1838 erfolgte seine Ernennung zum außerord., später die zum ord. Professor für dieses Fach, 1877. trat er in Ruhestand. Außer zahlreichen Beiträgen zu Leonhards und Bronns Jahrbuchs, zu 2. (Annaleno und andern periodischen chriften veröffentlichte B.: «Taschenbuch der Edelsteinkunden (Stuttg. 1828; 2. Aufl. 1834), Lehrbuch der Oryktognosie⸗ 77N 1833; 4. Aufl. 1874), Lithurgik oder Mineralien und Gebirgsarten in ihrer technischen Anwendunge» (Stuttg. 1840), Die Pseudomorphosen des Mineralreichso (Stuttg. 1843; dazu Nachträge 1—4, 1847—79), wohl das beste Werk über diese Gebilde, Grundriß der Mineralogie und Geognosies (Stuttg. 1850), (Handbuch der Lithologie oder Gesteinlehres (Erlangen 1860), «Die Mineralien nach den Krystallsystemen geordnete (Lpz. 1866).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 186Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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