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ErdkundeBrockhaus 1882

Borna, Stadt in der königl. sächs. Kreishauptmannschaft Leipzig, an der Wyhra, einem Nebenfluß der Pleiße, und an der Linie Kieritzsch-Chemnitz der Sächsischen Staatsbahn, ist Sitz einer Amtshauptmannschaft, eines Amtsgerichts, hat eine alte, 1866—68 restaurierte got. Parochialkirche aus dem J. 1411 mit Fresken von Schönherr, ein ebcentemen eine Realschule erster Ordnung, eine bedeutende städtische Sparkasse, ansehnliche Filzwaren⸗ und Schuhmanufaktur, Dampfschneidemühlen, eine Pianofortefabrik, eine Orgel-Peien, Wüer Eisengießereien, Ziegeleien, Kalkbrennereien, Bierbrauereien, Gerbereien, sechs Braunkohlenwerke und Feldgärtnereien (Versand an Zwiebeln jährlichgegen 100000 Ctr.) und zählt (1880) 6896 fast durchweg luth. E.; die ae 483110 selbständige Gemeinde «Altstadt-Bornas zählt 1095 E. B. wurde von den Sorben gegründet; zur Sttech 9²⁴ vom deutschen König Heinrich I. zur Stadt erhoben, kam B. 1484 an die Ernestinische und 1547 an die Albertinische Linie und ist der Geburtsort des Pädagogen Dinter. — Der amtshauptmannschaftliche Verwaltungsbezirk Borna umfaßt 548,76 aum mit (1880) 69 764 C.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 345Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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