FeedBrandt (Heinr. Franz)
GeschichteBrockhaus 1882

Brandt (Heinr. Franz), ausgezeichneter Medailleur, wurde 13. Jan. 1789 in , kam chon frud im Fürstentum Neuenburg geboren, kam schon früh in eine Gravierwerkstatt und ging nach siebenjähriger Lehrzeit im 18. Jahre nach Paris zu seinem Landsmann, dem Stempelschneider und Münzgraveur Droz. In seinem 24. Jahre erwarb er schon den ersten großen Preis in der Stempelschneiderei mit seinem Theseus, der die mnoch des Vaters auffindet, welcher Arbeit indes noch in der Zeichnung die Manier der Französischen Schule anhing, die er später ablegte. B. kehrte 1814 in 4 Heimat zurück, ging dann in die Französische Akademie nach Rom, wo er während eines dreijährigen Aufenthalts mehrere Denkmünzen verfertigte, und kam 1817 als erster Medailleur der königl. Münze nach Berlin. Er wurde 1824 Professor und Mitglied der Akademie der Künste in Berlin, später Wr Akademien von Kopenhagen, San-Luca in Rom und Neapel. Bis 1837, wo ein Verzeichnis seiner Werke erschien, waren dieselben schon auf 56 Medaillen und Medaillons gestiegen. Darunter zeichneten sich aus: die auf Luther und Calvin; eine Medaille zur Erinnerung an den Aufschwung des preuß. Postwesens; eine andere zur 150 jährigen Gedächtnisfeier der Stiftung der evang. Kirche der franz. Auswanderer in Berlin, u. s. w. Die berliner Münze verdankt ihm die Einführung eines verbesserten Prägungsverfahrens, welches bei den 1841 neugeprägten Goldmünzen zur Anwendung kam. B. starb 9. Mat 1845.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 447Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 3

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Geschichte 6