FeedBreckling (Friedr.)
GeschichteBrockhaus 1882

Breckling (Friedr.), ein luth. Schwärmer und Theosoph, geb. 1629 zu Handewitt im Herzogtum Schleswig, wo sein Vater Pastor war, besuchte 1646.—56 verschiedene Universitäten, ward zu Gießen Magister, diente darauf eine Zeit lang unter den Dänen als Feldprediger und ward 1659 Nach-Predi seines verstorbenen Vaters. Wegen einer redigt (später gedruckt unter dem Titel &Speculum seu lapis Lydius pastorumo), in welcher die hereinbrechende Pest als eine Strafe Gottes wegen der Ruchlosigkeit der Geistlichen dargestellt ward, und anderer maßioser Angriffe auf den geistlichen Stand seines Amtes entsetzt, sollte B. 1660 auf die Feste Rendsburg gebracht werden, entfloh jedoch und ward Ende 1660 als luth. Prediger in Zwolle in Holland gewählt. Auch hier 1665 seines Amtes entsetzt, lebte er seitdem als Privatmann in Amsterdam, später im Haag, wo er 1711 starb.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 494Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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