Brecknock oder Brecon, Grafschaft im südl. Teile des engl. Fürstentums Wales, begrenzt im W. von Cardigan und Caermarthen, im S. von Glamorgan, im O. von Monmouth und Hereford, im NO. von Radnor, von welchem der obere Wye sie trennt, zählt auf 1862,13 qkm (1881) 57 735 E. Das Land ist gebirgig und hat tiefeingeschnittene Thäler und ein strenges und feuchtes Klima. Die bewaldeten Mynydd-Epynt-Berge liegen im N., das Thal des Usk trennt sie von der südl. Gebirgskette, in der die Capellante 729,7 m und die Brecknock-Beacons 872,3 m hoch aufsteigen. An der Ostrenze erhebt sich eine Gebirgzmase, deren höchster Puntt, der Cradle, 775, m hoch ansteigt. Das Klima ist rauh, besonders in dem Gebirge, wo viel Schnee und Regen fällt. Die fruchtbarsten Distrikte liegen im ehen Kleines Hornvieh, Ponies und Schafe gedeihen gut. Von dem Areal bestehen etwa 49 Proz. aus Grasland, 14 aus Ackerland, 4 aus Wald, 9 aus Gärten und Gebäuden, 25 aus unbenutzten Gemeindeländereien. Der Bergbau erstreckt sich auf Eisen (jährlich 50000 t Roheisen) und etwas Steinkohlen; die Industrie auf Verfertigung von Flanell und groben Tuchen. Der Hauptort Brecknock, Municipalstadt und Parlamentsborough mit (1881) 6623 E., liegt an der Mündung des Honddu in den Usk, ist durch eine Zweigbahn nach Neath mit dem Eisenbahnnetz von Südwales und durch einen Kanal nach Newport mit dem Meere verbunden, hat vier Kirchen, eine Grafschaftshalle, ein Stadthaus, Kasernen, ein Grafschaftsgefängnis, ein Hospital, eine Lateinschule, ein Independentenseminar, eine Handwerkerinstitution und ein kleines Theater. Über der Stadt steht eine Schloßruine (Ely-Tower) und in der Nähe ist eine Schwefelquelle. Der 56 km lange Brecknock- und Abergavenny-Kanal beginnt hier und schließt sich an den 2858 Km langen Monmouthshire-Kanal, welcher sich bei Newport mit dem Usk verbindet. Fabriken hat die Stadt nicht; ihr Handel ist unbedeutend. Breda, Festung und Hauptstadt des . Propinz gen Gerichtsbezirks in der niederländ. Provinz Nordbrabant, am Zusammenfluß der schiffbaren Mark und der Aa gelegen, Knotenpunkt der Niederländischen Staatsbahn (nach Rotterdam) und der uug), hat Centralbahn (nach Rozendaal und Tilburg), hat . Ciaat bedeutende Fabriken, besonders in Tuch, igarren, Teppichen, und zählt (1876) 16 085 E. Die Stadt, die an strategischer Wichtigkeit in neuerer Zeit viel verloren e besitzt einen geräumigen Hafen, einige 1ßer e Plätze, ein Rathaus nebst Bibliothek, ein Regierungs⸗ und Justizgebäude und mehrere Kirchen, unter denen die ot. Kathedrale, 1510 geweiht, durch ihren 95 m hohen Turm, zwei ausgezeichnete Orgeln, die Grabmäler ehemaliger Dynasten B.s, besonders durch das prächtige Grabmal des Grafen Engelbert II. von Nassau und seiner Gemahlin ausgezeichnet ist. Das alte Schloß, zuerst errichtet 1850 von Jan van Polanen, Herrn von B., ward 1536 von Heinrich, Grafen von Nassau, neu aufgeführt und erhielt von Wilhelm III. 1696 seine gegenwärtige Gestalt. Es war eine Zeit lang Wohnsitz des vertriebenen Königs Karl II. von England und ward 1828 in eine königl. Militärakademie für alle Waffen er leut unt Die Festung, deren Hauptstärke in der leicht unter Wasser u setzenden Umgebung liegt, wurde unter Heinrich von Nassau 1534 an6 egt und war seitdem häufig das Kampfobject zwichen den Niederländern, Spaniern und Franzosen. Am merkwürdigsten waren die Überrumpelungen durch die Niederländer 1577, durch die Spanier 1581, und durch Moritz von Oranien 1590 mittels eines Torfschiffs, in welchem man 70 Niederländer verborgen hatte. Spinola eroberte B. 1625 nach zehn⸗, und Friedrich Heinrich von Oranien 1637 nach viermonatlicher Belagerung, worauf die Bea ung verstärkt und die Citadelle angelegt wurde. ährend des Revolutionskriegs bemeisterte sich 25. Febr. 1793 Dumouriez der Stadt und Festung, wurde aber durch die bei Neerwinden 18. März verlorene Schlacht genötigt, 4. April B. wieder aufzugeben. Im Sept. 1794 wurde die Festung von der Armee Boland berannt; doch fiel sie erst, nachdem ganz Holland im Winter 1795 erobert war. Als im Dez. 1813 bei der Annäherung der russ. Avantgarde unter Benkendorff die franz. Garnison einen Ausfall machte, machte die Bürgerschaft den ausgezogenen Truppen die Rückkehr in die Frunze unmöglich; auch mislang der Versuch der ranzosen, 20. und 21. Dez. dieselbe von Antwerpen aus wiederzunehmen. Zu B. wurden zwei Kongresse gehalten; der erste 1575, zwischen Spanien und den abgefallenen niederländ. Provinzen, führte zu keinem Ergebnis; der andere, in den J. 1746 und 1747, zwischen Frankreich, England und Holland zur Vermittelung des Friedens, löste sich auf, als in Holland zu Gunsten des Prinzen von Oranien eine Regierungsveränderung eintrat. Anfang 1566 wurde hier auf inte ulde Ludwigs von Nassau und Marnix de Sainte-Aldegonde die Versammlung der niederländ. Edelleute abgehalten, in welcher der Compromis des Nobles gegen PhilippII. beschlossen ward. In der Deklaration von Breda (April 1660) machte Karl II. die Grundsätze bekannt, nach denen er als König von England regieren wolle. Der Friede zu Breda 31. Juli 1667 zwischen England, Frankreich, Holland und Dänemark, der den Krieg wegen Guinea und gegenseitiger Handelseifersucht beendete, sicherte jeder dieser Mächte den Besitz der von ihr eroberten Länder.