Breunnbare Mineralien oder Iuflamma: bilien, eine Abteilung des Mineralreichs, welche bei den meisten Versuchen einer Klassifikation eine besondere, in der und an den Schluß gestellte Gruppe ausmacht und Substanzen umfaßt, die sämtlich vollständig oder mit Hinterlassung von mehr oder weniger Asche verbrennlich sind. Es Braunt dazu die Kohlen (Anthracit, Steinkohle, raunkohle, Torf), Harze und ähnliche Körper (Bernstein, Asphalt, Erdwachs, Erdöl, Naphtha u. s. w.), auch natürlich vorkommende Salze mit organischen Säuren, wie Honigstein und Oxralit. Außerdem hat man wegen ihrer Verbrennbarkeit den Graphit (reinen Kohlenstoff), den Diamant und Schwefel dieser Gruppe zugesellt. Brennberge, Lokalbezeichnung für einige, den Brandschiefern ähnliche Gesteine, also für dunkle Schieferthone, welche von Bitumen und Kohlenpartikelchen imprägniert sind und oft als Begleiter von Kohlen auftreten. Brenubüchl, Weiler zwischen Imst und Wenns in Tirol, in dessen Nähe 9. Aug. 1854 König senem August II. von Sachsen verunglückte; zu einem Andenken ist hier eine Kapelle errichtet. Brennen heißt in der Technik im allgemeinen ein Verfahren, mittels dessen durch Anwendung von Hitze auf irgendeinen Körper entweder eine chem. Veränderung eingeleitet oder auch nur eine andere Destr Beschaffenheit erzielt wird (s. die Artikel im besondern nennt man B. auch das Atzen mit Säuren, namentlich bei Metallen (s. Atzen), das Pressen von 13 in glühenden Metallformen zur mitation der Holzskulpturen (s. d.), sowie das engen der Gewebe. (S. unter Appretur.) Brennende Liebe, Zierpflanze, s. Lychnis. Brenner nennt man die Einsenkung der Rhätischen Alpen zwischen sackund und Sterzing und den Flüssen Inn, Eisack und Etsch, welche sich über 1380 m über die Meeresfläche erhebt und die südl. und nördl. Flußgebiete Tirols, das der Etsch und das des Inn, scheidet. Über den B. führt außer der 1867 erbauten EiSpanbe (. Brennerbahn) eine 18 km lange Straße, welche Innsbruck mit Trient und Verona, Deutschland mit Italien verbindet. Das Brennerjoch bietet die niedrigste Passage über die Hauptkette der Alpen. Schon die Römer benutzten diese stets passierbare Alpenstraße, die in neuerer Zeit bereits seit 1772 fahrbar gemacht worden ist. —— der Höhe des Passes liegt das gleichnamige Dorf mit einem in neuerer Zeit vielbesuchten und als Sommerfrische benutzten mineralischen Bade. Der B. war die Hauptstellung für die Verteidigung Tirols während des Aufstandes der Tiroler 1809.