Bruno, der Heilige, stammt aus dem altanesehenen Geschlecht der Herren von Soleria in Wiemont. Sein Geburtsjahr wird nicht angegeben, doch läßt sich mit einiger Sicherheit das Jahr 1049 erschließen. Als Kanonikus an der Kathedrale zu Asti disputierte B. 1077 auf der Synode zu Rom gegen Berengar, ward von Gregor VII. 1077 zum Kardinal und Bischof von Segni erhoben, trat jedoch 1104 als Mönch in das Kloster Mogte-Cassino „dessen Abt er 1107 ward. Auf Bitten der Einwohner Segnis kehrte B. später wieder in sein Bistum zurück und starb dort 18. Juli 1123. Papst Lucius III. sprach ihn 18. Juli 1183³ seiner B. gehört zu den gelehrtesten Exegeten seiner Bort wenn er auch von der damals allgemeinen Vorliebe zur Allegorie nicht frei war. Seine Hriese. Homilien, dogmatische Abhandlungen, Briefe, Kommentare zu Buchern des Alten und Neuen Testaments, sind gesammelt herausgeeben von Marchesi (2 Bde., Vened. 1562) und von runo Bruni (2 Bde., Rom 1789—91).