Buhne ist eine vom Ufer gegen den Stromstrich eines fließenden Gewässers sich erstreckender Dammkörper, der durch seine Ausführung das Wasser zu verändertem Laufe zwingt. Nach dem Zwecke ihrer Anlage unterscheidet man: Schutzbuhnen, welche ein bedrohtes Ufer vor der Gewalt der Fluten schützen; Treibbuhnen, welche durch den Angriff der trömung den Abtrag einer Sandbank, einer Insel u. s. w. bewirken; Pfahlbuhnen oder Ankerbuhnen, welche Inseln Wager aumue verlängern; 1138 ie Strd⸗ welche Wasser sammeln sollen, um durch die Strömung die Vertiefung eines Kanals, eines verschlämmten Flußbettes u. s. w. zu veranlassen. Der ins Ufer eingreifende Teil der B. heißt ihre Wurzel, der entgegengesetzte der Kopf der B., die stromaufwärts gerichtete Seite die Strichseite, die andere die Rückseite der B. Nach dem Material unterscheidet man Faschinenbuhnen aus Reisigbündel, Steinbuhnen aus Steinen, Erdbuhnen aus Erde mit hölzernen Raheres⸗ en, Holzbuhnen u. s. w. Während in früherer Zeit häufig die B. als Universalmittel zur Erreichung der heterogensten Zwecke galten und oft nicht nur erfolglos, sondern sogar schädlich waren, wendet man sie in der Neuzeit vorsichtiger an. Einer erfolgreichen An-Daut von B. muß ein genaues Studium der Verhältnisse des Stroms, seiner Ablagerungsfähigkeit, der Beschaffenheit der Stromsohle vorausgehen. B. sind vorzugsweise in Norddeutschland zur Regulierung der Flüsse verwendet. Bis zum J. 1878 waren in der preuß. Elbe allein 4720 B. bereits erbaut, deren Zahl sich inzwischen noch vermehrt hat. Ebenso finden sie sich zahlreich an der Oder, Weichsel und Memel, im Mittel⸗ und Niederrhein. Nähere Mitteilungen hierüber finden sich in der Zeitschrift für Bauweseno, Jahrg. VI, VII, IX, XI und XV, sowie in den dem preuß. Abgeordnetenhause 1879 und 1880 zugegangenen Denkschriften betreffend die Regulierung sämtlicher Ströme und Flüsse. ühne, s. Theater. Bu urd (mittelhochdeutsch), ein Ritterkampfspiel, bei dem man in Scharen aufeinander eindrang; buh urdieren, sich in ein solches Kampfspiel einlassen.