FeedBurg-Schlitz
BaukunstBrockhaus 1882

Burg-Schlitz, großartiges Schloß der Grafen zon Bassewitz, im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin, Amt Rehem, Pen 18 bei Teterow, 8 km m SSW. von diesem, seit w1806 auf einer Anhöhe rbaut, mit weiter Umschau vom Turme, umgeben zon herrlichem Park und schönen Buchenwaldungen, inweit des Malchiner Sees. Dabei steht ein 13 m 097 Denkmal des Fürsten Blücher von Wahlstadt. urgschmiet (Jak. Daniel), namhafter Bildgeßer, geb. 11. Okt. 1796 zu Nürnberg, kam zu inem Drechslermeister seiner Vaterstadt in die Lehre, der ihn später zum Teilnehmer seines Geschäfts machte. J. 1819 errichtete B. in Nürnberg ein selbständiges Geschäft und 1 P. te in demselben Jahre in Gemeinschaft mit P. ucher in Automatentheater, mit welchem er auf Reisen ging. Einige —.— später ward ihm die Herstellung dreier lebensgroßen Figuren für das Waisenhaus in Nürnberg übertragen. Dieselben fanden Beifall und B. widmete sich nun in der nürnberger Kunstschule unter Reindl einem systematischen Studium. In den J. 1822—24 arbeitete er neben Rotermundt und von Bandel an der Restauration des Schönen Brunnens, sodann nach Heideloff am Hauptaltar der Jakobskirche. Im A 18² ½½% er in Stein das Standbild Philipp Melanchthons vor dem Gymnasium. Für den bamberger Dom entstand ierauf das Grabmonument für den Fürstbischof von Fechenbach, ein sehr sorgsam durchgearbeitetes We in Erzguß. Nachdem B. in der Folge einen ich in Ausenthalt in Crose genommen hatte um sich in der Gießhütte Crossatières in seiner Kunst zu vervollkommnen, ward ihm der Guß des von Rauch modellierten Denkmals für Albrecht Dürer übertragen, das seit 1840 eine Hauptzierde Nürnbergs bildet. Außer kleinern Werken sind als seine Hauptwerke anzuführen: das von Hähnel modellierte Standbild Beethovens in Bonn (1849), die kolosale Statue Kaiser Karls IV. nach demselben in aich (18515), die des bad. Ministers Winter nach eich, die Luther-Statue für Möhra nach Müller u. a. Sein größtes Unternehmen war der Guß des für Prag bestimmten, von den Gebrüdern a modellierten Denkmals des Feldmarschalls Ra etzly, an dessen Vollendung ihn jedoch der Tod hinderte. Er starb 7. März 1858 in Nürnberg. Sein Schwiegersohn Ch. Lenz, der B.s Gießhütte übernahm, vollendete das Radetzky-Denkmal.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 748Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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