Burgund (frz. Bourgogne), früher Teil eines selbständigen Königreichs, bis zur Revolution eine franz. Provinz von 25 800 aem und 1 800 000 E., egenwärtig in die Depart. Ain, Saöne-et-Loire, Cote-d Or und Honne geteilt, ist der centrale Landstrich des östl. Frankreich, welcher, im Gebiete der Seine, Loire und Rhöne, im N. von der Champagne, im W. von Orléans, Nivernois und Bourbonnais, im S. von Lyonnais und Dauphiné und im O. von Savoyen und der Franche-Comté umschlossen wird. Die Provinz befaßte das Auxois, Dijonois, Chälonnais, Charolais, Mäconnais, Auxerrois, Autunois, das Pays de la Montagne, die Bresse, das Warhe Valromey, Dombes, Pays de Ger u. s. w. Das Parlament von B. wurde 1477 zu Dijon eröffnet. Die Saöne zerlegt B. bis zu ihrer Einmündung in den ⸗T. in einen 11 und östl. Abschnitt. Der östl. Teil besteht in seinem nördl. kleinern Reviere aus den er ul. gegliederten Terrassen von Hochburgund; der südl. größere Abschnitt aber bildet die ziemlich einförmige Platte von Niederburgund, welche, von allen Seiten hoch umschlossen, sich an die westl. Vorketten des Jura legt und im Süden die an Teichen überaus reiche Landschaft Bresse ardßere Am rechten Ufer der Saöne erheben ch in größerer und geringerer Annäherung die stein Abfälle des Plateau von Langres, der Cöte-dOr und der Gebirge von Charolais mit den anliegenden Höhen von Mäcon; diese drei Gruppen werden durch die tiefen Furchen des Kanals von B. und entre voneinander geschieden und gehen allmählich in breiten Terrassen zu den Centralebenen Tccebunaen über. Der Süden enthält die größten rhebungen; denn westlich der Bresse steigen die Höhen von Mäcon und Charolais bis gegen 1000m, östlich derselben die Gipfel des Jura bis zu 1720 m auf. Die Hauptgewässer von B. sind im Rhönegebiete der Rhöne selbst an der Südgrenze mit dem Ain und die Saöne mit Doubs und Oignon; im Seinegebiete der obere Lauf dieses Hauptflusses und die Honne mit dem Armangon, und im Gebiete der Loire, außer dem kleinen Anteil ihrer selbst, der Arroux. Die beiden genannten Kanäle vereinigen diese Gebiete miteinander und gestalten durch Hinzutritt des vom Doubs abgehenden Elsaßkanals B. zu einer wichtigen Passagelands chaft zwischen den vier Meergebieten: des Mittelmeers, der Nordsee, des Kanals und des Atlantischen Oceans. Der Boden von B. gehört mit geringen Ausnahmen zwei Hauptgebirgsgruppen an: die niederbur2 Platte entspricht den tertiären Schichten der kolassegruppe, und die umschließenden Höhen den uschen Schätzen finden sich die Baustoffe stark vertreten; die Brennstoffe sind fast nur auf die bedeutenden Steinkohlenlager des Depart. Saöne-et-Loire beschränkt; unter den metallischen Ausbeuten versehr t 4 Industrie sich mit dessen Daurdenung abgibt. Im Schutze eines sehr gesunden und milden Klimas, das nur im Süden durch Gebirgsnatur mit rauhen oder Morastgegenden weniger günstig 01 betreibt der Bewohner mit Vorteil eine 3lsHedehnte Forst⸗ und Wiesenkultur einträglichen Acket⸗ unnd Gartenhau und mit Ausnahme des Auldens überall mit glücklichem Erfolge besonders im Depart. Cote-d Or, aus ezeichneten Weinbau (S Burgunderweine.) Von den weigen der Viehzucht ist die Pferdezucht am schechtesen, die Rindviehzucht gut und die Schafzucht am besten gepflegt: ja dem Depart. Cöte-d'Or verdankt Frankreich den Anfang der Veredlung der franz. Schafe und Wolle. Der arbeitsame Burgunder überliefert, mit Ausnahme des ärmern Südens, dem ½ lebhaften Daspre nicht allein beträchtliche Überschüsse seiner ohprodukte und vorzüglich schöne Weinsorten, sondern auch die Erzeugnisse fleißiger Industrie, besonders in Leinwand⸗, Woll⸗ und Metallwaren. Die Departements-Hauptstädte von B. sind Auxerre, Dijon, Mäcon und Bourg. Die Burgunder oder 108mber uesprne waren ein Zweig des got. Stammes, der ursprünglich an der Weichsel und Oder saß, von hier aber in der Völkerwanderung weiter südwestlich Dunchora wurde. Im Verein mit den Vandalen u. a. durchbrachen sie die Alamannen, gingen zu Ende 406 über den Rhein und ließen sich um Worms nieder. Sie erlitten jedoch 437 unter ihrem Könige Gundicar eine — Niederlage durch die Hunnen (nicht gerade durch Attila) und begaben sich nun unter die Oberhoheit der Römer, von welchen sie 443 in der Sabaudia (Savoyen) angesiedelt wurden. Von hier breiteten sie sich bei dem Zerfall des Römischen Reichs und im Anschluß an die stammverwandten Westgoten allmählich weiter aus, sodaß die burgund. Könige, deren es 1 mehrere gab, so ziemlich das ganze Gebiet des Rhöne, jedoch ohne die Provence, beherrschten. Ihre Hauptstädte waren Genf, Lyon und Vienne. Sidonius Apollinaris schildert die Burgunder als kräftige, freiheitliebende Männer. Sie nahmen in Gallien das arianische Christentum an, ohne darum die kath. Romanen des Landes zu verfolgen, unter welchen sie zerstreut lebten, da jedem Burgunder die Hälfte eines röm. Hofs bei der Ansiedelung zugewiesen war und zwei Drittel des angebauten Landes. Dies und der Umstand, daß sie von vornherein nicht sehr zahlreich waren, erklärt ihre frühe Verwelschung. Von ihrer Sprache sind nur wenige Reste erhalten, wohl aber ihr Gesetzbuch, die lex Gundebalda, genannt nach dem Könige Gundobald ab 500). Die Rivalität der kath. Franken veranaßte im 6. Jahrh. den König Sigismund, ebenfalls katholisch zu werden; dennoch konnten die Burgunder sich gegen die übermächtigen Könige der Franken, die Söhne Chlodwigs und der burgund. Klothilde, nicht halten. Sigismund wurde mit seiner Familie gefangen und in Orleans ertränkt, sein Bruder Godomar II. fiel 534 in einer Schlacht, und nun wurde B. mit dem Frankenreiche vereinigt, doch so, daß es bei den zahireichen Teilungen desselben meist ein besonderes Königreich bildete. Vgl. Binding, «Das burgund.⸗roman. Königreich (Bd. 1, Lpz. 1868): Drapeyrou, De burgundionum historia et ratione politica Merovingorum aetatev (Par. 1869); Jahn, «Die 4. der Burgundionen und Burgundiens bis zum Ende der 1. Dynastiev (2 Bde., Halle 1874). Beim Zerfalle des Frankenreichs im 9. Jahrh. machte das längst romanisierte B., das bis dahin alle Schicksale desselben geteilt hatte, sich wieder selbständig. Der Graf 00 von Vienne, Schwager Karls des Kahlen, wußte auf dem Reichstage der Großen . Montaille die Wahl auf sich zu lenken und wurde somit König des Burgundischen Reichs, welches von Bosos Residenzstadt Arles das Arelatische Reich (s. Arelat), von seiner Lage am Jura das Cisjuranisd e genannt wurde. Boso nahm 882 sein Reich von Kaiser Karl dem Dicken zu Lehn, kam aber im eigenen Lande wegen der abermachtigen Gewalt der Großen nicht sehr zu Ansehen. Nach Bosos Tode, 887, war die Königin engarde die schwache Stütze ihres unmündigen Sohnes Ludwi unter dessen Regierung sich 889 eAbn Rudolf, Sohn eines Grafen Konrad und Neffe önig Hugos von Frankreich, zum Herrscher von Oberburgund oder des Transjuranisch-Burgundischen Königreichs erhob, welches die Franche-Comte, die Schweiz diesseit des Flusses Reuß, llis und einen Teil Savoyens in sich vereinigte. Auch Rudolf suchte im Besitze seines neugestifteten Königreichs, wie früher Boso, dadurch sich zu befestigen, daß er dasselbe von Soln Arnulf zu Lehn nahm. Ihm folgte 912 sein Sohn Rudolf II. Zugleich entstand an der Grenze der Franche-Comte ein dritter burgund. Staat, das Herzogtum B. Durch Rudolf II., dessen Gemahlin Bertha von Schwaben 922 ihm den Aargau zubrachte, wurde 930 das Arelatische Reich, welches derselbe von dem Grafen Hugo von Provence für Überlassung der Herrschaft über Italien gewonnen hatte, mit dem Transjuranischen Reiche wieder vereinigt. Nie hatte der Name der Burgunder in gröolgenden Regenten, Konrad (937— 953), litt das Reich durch die Einfälle der Ungarn von Rhätien und der Araber von der Südküste Racktdert er, sowie zugleich bei der selbständigen Macht der Großen burch innere Fehden und Raubkriege. Rudolf III., Konrads Nachfolger, setzte den Kaiser Heinrich II., den Sohn seiner ältern Schwester Gisela, als seinen Erben ein und ließ ihm im voraus huldigen (1016). Nach Heinrichs II. kinderlosem Absterben 1024 machte der neue Kaiser, der Franke Konrad II., mit paltuts pun auf das früher vorandene Lehnsver ältnis zwischen Deutschland und „im Namen des Deutschen Reichs und seiner oberlehnsherrlichen Gewalt für sich das Heimfallsrecht geltend. Nach mehrfachen Kämpfen mit den mächtigen Grafen des Landes, die den nähern Verwandten Rudolfs, dem Herzog Ernst von Schwaben Cen. 1030) und dem Grafen Odo von ½ gest. 1037), Beistand leisteten, behauptete er endlich glücklich seine Ansprüche und trug dieselben, nachdem inzwischen der burgund. Mannsstamm mit Rudolf III. 1032 erloschen war, auf seinen Sohn Heinrich III. über, der 1038 auf dem Reichstage zu Solothurn zum König von B. gewählt und gekrönt wurde. Um dieselbe Zeit setzten die burgund. Erzbischöfe und Bischöfe, um das durch fortwährende Fehden verwilderte B. — beruhigen, zu Romont in der Waadt feierlich die Treuga Dei ein, den Gottesfrieden, durch welchen gewisse Tage bestimmt wurden, in denen kein Chris wider den andern die Waffen erheben durfte, welche Einrichtung man später in etwas anderer Form als weltliches Gesetz, als Landfrieden, rte 5 zu ganz Deutschland übertrug. Seitdem gehörte B. zu dem Deutschen Reiche, soda die burgund. 2 öfe und Bischöfe, später au die Grafen von Savoyen zu den Reichsfürsten zählten. Zuweilen haben die deutschen Könige sich noch besonders für B. krönen lassen, wie Friedrich I. 1178 u Arles. Allein nach dem Untergange der Hohenstaufen wurde der Einfluß Deutschlands auf B. immer schwächer und die Verbindung der einzelnen Teile des letztern immer loser, s au Ales Karls IV. Tode, des letzten Kaisers, der Ile rles (1364) gekrönt wurde, B. in mehrere kleine unabhängige Staaten zerfiel, die, mit Ausnahme von Savoyen und Mömpelgard, allmählich in Frankreich aufgingen. Vgl. Hüffer, »Das Verhältnis des — reichs B. zu Kaiser und Reich besonders unter Frie rich I.9 (Paderb. 1874); Sternfeld, Das Verhältnis des Arelats zu Kaiser und Reich vom Tode Friedrichs I. bis zum Interregnum⸗ (Berl. 1881). Ein ähnliches Schicksal hatte das Herzogtum B., das von Richard, Grafen von Autun, einem Bruder Bosos gestiftet wurde. Dieses schöne Land, 71 die Bourgogne genannt, Tand östlich an die anche-Comte, südlich an die Landschaften Bresse und Beaujolais, westlich an Bourbonnais und Nivernois und nördlich an die Champagne. Nach Richards Tode fiel das ½ tum seinem Sohne Rudolf zu, der, nachmals zu Soissons zum Könige von Frankreich gekrönt, 936 ohne Erben siarb. Durch die Verheiratun ber Enkelin Richards, Ludegardis, mit dem Bruder des Königs Hugo Capet von Frankreich, Otto, welcher +* ein Stück von B. besaß, kam das Herzogtum B. an einen Nebenzweig der Capetinger, welcher erst mit dem unmündigen Herzog Philipp 1361 erlosch. Bourgogne wurde nun + eich von König Johann von Frankreich teils als Lehn, teils aus dem Grunde der nächsten Verwandtschaft (Johanns Mutter war eine Schwester des Großvaters des letzten Herzogs) mit der Krone Frankreich vereinigt. Bald darauf aber wurde von ihm selbst die Würde der burgund. Heröge wiederhergestellt, indem er 1363 seinen jüng⸗; hen Sohn, Philipp den Kühnen, mit B. belieh. Philipp wurde Stifter der neuern Linie der burgund. Herzöge, und mit ihm beginnt die be und Epoche B.s im Mittelalter. Handel, Gewerbe und Kunst standen während dieser Periode daselbst im lor wie nirgends anders, und Wohlhabenheit und eichtum waren die Folgen davon. Philipp vermählte sich 1369 mit Margareta, der hinterlassenen Braut des Herzogs Philipp von der ältern Linie, der einzigen Tochter und Erbin Ludwigs III., Grafen von Flanderm, und erwarb sich auf diese Weise zu seinem Gebiete auc Flandern, Mecheln, Antwerpen und die Franche-Comté. Beim Ausbruch der Gemütskrankheit Karls VI. von Frankreich wurde hilipp zum Reichsverweser ernannt, weshalb des önigs Bruder Ludwig, 5 118 von Orléans, einen bittern Haß r Ochn warf. Als Philipp mit Hinterlassung vieler Schulden 1404 starb, folgte ihm in B. sein Sohn Johann der Unerschrockene, während Orléans nunmehr ide Pettern 611 in Frankreich wurde. Allein beide Vettern blieben erbitterte Feinde, bis sie unter den Mauern von Montfaucon, im Angesicht ihrer schon zum Kampfe gerüsteten Heere, durch eine Umarmung sich versöhnten. Dennoch wurde 1407 der Herzog von Orleans zu Paris auf freier Straße von Meuchelmördern ums Leben ebracht, und Herzog Johann von B. bekannte sich falbst als Anstifter dieser That, welche einen langjährigen Krieg zwischen Frankreich und B. zur Folge hatte. Zwar erhielt Johann vom 4479 . endlich einen Erlassungsbrief; als er aber 1419 die Scene der öffentlichen Versöhnung mit dem al aumn auf der Brücke zu Montereau Brah einmal aufführen wollte, wurde er von den Begleitern des Dau niedergestochen. Sein Sohn und Nachfolger ilipp, Graf von Charolais, mit dem Beinamen der Iu5 8• wußte in dem zwischen England, Frankreich und B. 1420 zu Troyes geschlossenen Frieden die Ausschließung des Dauphin, als Vergeltung für Herzog Johanns Ermordung, zu bewirken. Zu: gleich begann er mit Jacobäa von Brabant und deren zweitem Gemahl, dem Herzog von Gloucester, einen Streit, der mit der Seilund ihrer Besitzunen Hennegau, Holland und Seeland endigte. Nach⸗ —5 er shan 1429 Namur durch Kauf erworben hatte, fielen —„ 1430 mi Brabant und Limburg ju, als — st die Familie Antons von B., des weiten Sohnes Philipps des Kühnen, erlosch. Im Frieden mit Frankreich zu Arras 1435 erhielt er GisGenro Distrikte Frankreichs, nämlich Mäcon, St.⸗Gengoux, Auxerre und Bar-sur-Seine, Peronne, Mondidier und Roye, St. Quentin, Corbie, Amiens, Abbeville, Ponthieu, Dourlens, St.⸗Riquier, Crevecoeur, Arleur und Mortagne und die Grafschaft Boulogne für sch und seine Erben. Zu diesen bedeutenden Erwerbungen kam 1443 auch 4 durch Abtretung das Herzogtum Luxemburg. Philipp atte sich 1430, nachdem seine beiden frühern Ehen inderlos geblieben waren, zu Brügge um dritten mal, mit Fabella, einer Tochter des önigs Johann I. von Portugal, vermählt und zum Gedächtnis +r— Verbindung 10. Jan. 1430 den Orden des Goldenen Vlieses gestiftet. Von den drei Söhnen dieser Ehe überlebte den Vater nur der jüngste, Karl, Graf von Charolais, der ihm 16. Juni 1467 in der Regierung folgte. Karl der Kühne (s. d.) war einer der mächtigsten und glänzendsten Fürsten Europas; er erwarb 1473 Geldern und Zütphen, unterlag aber bei seinem hten bei auf die Eidenossen 1476 in den Schlachten bei Granson und urten und verlor 1477 sein Leben in der Schlacht bei Nancy, als jene dem von ihm vertriebenen Herjoge von Lothringen zu Hilfe zogen. Seine Erbschaft fiel an seine einzige Tochter Maria, die unter den sieben Prinzen, die um sie geworben, den ritterlichen Maximilian von Osterreich gewählt hatte. König Ludwig XI. von Frankreich bekam von der burgund. Erbschaft nur die Städte in der Picardie und das Herzogtum Bourgogne, das er als Mannlehn einzog. Maria starb chon (14⁵ in ihrem 25. Jahre an den Folgen eines Falles, nachdem sie ihrem Gemahl drei Kinder, Philipp (den Schönen), Margareta und Franz, geboren hatte von denen aber der letzte sehr bald starb. Na Marias Tode wollte Maximilian sogleich, als Vormund der Kinder, die Zügel der Regierung ergreien; aber ein Teil der burgund. Provinzen wider-Flan sich diesem Vorhaben, am hartnäckigsten die anderer, die ihn sogar einmal ber drei Monate ang in Brügge Womach setzten; erst 1489 erkannten sie ihn als Vormund seines Sohnes Philipp und als Regierungsverweser an. Als Philipp, vermählt mit der span. Erbin Johanna, 1506 starb, fielen diese Länder an dessen noch minderjährigen ältesten Sohn, den nachherigen Kaiser Karl V. Ihre Geschichte geht En in der Geschichte der Niederlande g. d.) auf. Im Madrider Frieden trat zwar Franz I., um seine Freiheit wiederzugewinnen, auch das erzogtum B. on . e Kaiser Karl V. ab (1526); aber die Stände von B. entschieden, daß der König und nicht das Recht gehabt, ihr Land abzutreten, und Franz selbst erklärte sein Versprechen, weil erzwungen, . nicht verbindlich. In der That sah Kaiser Kar V.sich genötigt im Jrieden von Cambrai 15 üTeil u. auf das Herzogtum B. fallen à lassen. Ein Teil von B., die Franche-Comts oder Hochburgund, war zwar 1493 von König Karl VIII von Frankreich an Maximilian uberlassen worden, wurde aber von Ludwig XIV. im Frieden zu Nimwegen 1678 neuerdings für Frankreich erworben. Seitdem sind beide Teile B.s vollständig mit Frankreich verwachsen, das jetzt alle Teile des alten B., mit alleiniger Ausnahme der schweizerischen, in sich vereinigt hat. Vgl. Barante, «Ilistoire des ducs de Bourgogne de la maison de Valois (S. Aufl., 10 Bde., Par. 1858); Dubois, La Bourgogne depuis son origine jusqu'à son entière réunion à la couronne de France v (2. Aufl., Rouen 1867).