Canina (Luigi, Ritter), ausgezeichneter ital. Baumeister und Altertumsforscher, geb. 23. Okt. 1795 Casale in Piemont, war seit 1818 in Rom als 4 thätig C. hat sich um und die röm. Topographie hervorragende Verdienste erworben, wenn topogr. Untersuchungen eingeschlagene Weg nicht Rekonstru dessen oft unter lebhaften Phant war L'architettura antica descritta e dimostrata coi monumentio (6 Bde., Rom 1832—44; 2. Aufl., 9 Bde., 1834—44, nebst 705 Kupfern in 3 Foliobändenj. Eine Ricerche sull' architettura piu propria dei tempi cristianio (Rom feln in Folio), in über den geeignetsten Baustil für christl. Kirchen zu Gunsten der Basilika entscheidet, und andern Seite hin, die später erschienene Architettura domestica di svelte forme dei più rinomati popoli antichis (Rom 1852, mit 40 Tafeln). Andere Arbeiten alten Rom. Dahin gehören: „Gli ediftzii di Roma. antica e sua campagnas (6 Bde. „Rom 1848—51, mit 312 Tafeln in Folio), «Storia e topografia di Roma antica e sua campagna (6 Bde., Rom 1839 —48; 2. Aufl., Bd. 1—3, 1856),4 Esposizione topographica di Roma anticas (Rom 1842; 4. Aufl. 1851). Hieran schließt sich die Pianta topografica della parte media di Roma antica v (Rom 1840, 15 Blatt), sowie die Esposizione storica e topofan m del Foro Romanon (Rom 1845, mit 15 Taeln in Folio). Von seinen übrigen Werken sind die bedeutendsten: Descrizione del antico Tuscolo (Rom 1841, mit città di Vejis (Rom 1847, mit 44 Tafeln in Folio), VPescrizione di Cere anticas (Rom 1838, mit 10 Tafeln in Folio), L'antica Etruria maritima Bde., Rom 1846—51, mit 136 Tafeln in Folio) und WLa prima —.6 della via Appia dalla porta Capena a Bovil en Schriften hat C. die Ergebnisse der von ihm an Ort und Stelle geleiteten Wi eleht Vgl. Raggi, Della vita e delle opere di migi C.5 (Casal-Monferrato 1857) ie Canini (Marco Antonio), ital. Dichter, Publim zist und polit. Agitator, geb. 1822 in Venedig, war in früher beter) thätig als Publizist, namentlich als Mitarbeiter des von Carrer herausgegebenen m „Gondoliere, nahm 1846 die unterbrochenen echtsstudien in Padua wieder auf, flchtete 1847, von der ir österr. Regierung seiner polit. Umtriebe wegen verfolgt, nach Toscana, war 1848 Schreiber bei der te Regierung seiner Vaterstadt, beteiligte sich aktiv an 5„ der Revolution und ward zweimal verhaftet und wieder in Freiheit gesetzt. Im J. 1849 ging er nach Rom, wo er als Sekretär der Barrikadenkommission fungierte. Später lebte er viele Jahre im Orient in der Verbannung, gab 1852 zu Athen einen Band Gedichte unter dem Titel Mente, fantasia e cuores heraus und veröffentlichte unablässig polit. Artikel und Flugschriften in neugriech. und rumän. Sprache. Wegen eines heftigen Artikels gegen Napoleon III. aus Bukarest vertrieben, kehrte er 1859 nach Italien zurück und lebte als Journalist in Mailand, Neapel und Turin. Im J. 1862 sandte ihn Rattazzi als geheimen Agenten nach dem Orient, um gegen Osterreich und die Türkei zu wirken. Im Einverständnis mit Kossuth, Klapka u. a. entwarf er den Plan zu einem Bunde der Donauvölker, den Kossuth zu dem dat G. machte. Seine Erlebnisse und Abenteuer hat C. erzählt in dem Buche «Vingt ans d'exil. Durch sein philol. Werk Etimologico dei vocaboli italiani derivati dal grecoo (Turin 600 geriet er in eine heftige litterarische ehde mit G. J. Ascoli. Im J. 1866 war er Kriegskommissar bei aribaldi, dann lebte er längere Zeit in Frankreich, seit 1873 wieder in Italien, unermüdlich als Publizist und polit. Agitator thätig. Erwähnenswert sind noch: „Giorgio il monaco e Leila (Turin 1872), Sonettid (Turin 1873), eine Ode Margherita regina d'Italia (Rom 1879), ein Sendschreiben 44 Umberto rè d'Italiao (Rom 1879), La questione dell' Epirop (Rom 1879), La veritä sulla questione degli Israeliti in Rumania (Rom 1879), Amore e dolores, eine Sammlung von Gedichten (Turin 1880), endlich seine Übersetzung von Webers „Weltgeschichtes (Turin 1879 fg.).