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ErdkundeBrockhaus 1882

Carnac, Flecken im Kanton Quiberon des Arrondissements Lorient im franz. Depart. Morbihan (Niederbretagne), 30 km Hohch es Lorient, auf einer Anhohe in der Nähe des Meers gelegen, mit (1876) 636, als Gemeinde 2807 E., 5 merkwürdig durch die daselbst befindlichen Druidendenkmäler, bestehend aus 5—600 rohen Granitobelisken, die mit der Spitze in der Erde ruhen, 3,3 bis 4m über dieselbe emporragen und in Kolonnaden Bedeutu sind, welche auf die Küste zulaufen. Die edeutung des Denkmals, des volltändigsten megalithischen der Welt, 5. rätselhaft. Im Süden der Granitkolonnaden befindet sich ein konischer Tumulus von 20 m Höhe mit einer Kapelle des seht Michael auf der Spitze. Von diesem aus überieht man die ganze Ebene. Im Sept. 1862 hat man durch Nachgrabungen unter demselben eine Art Krypta aufgefunden mit menschlichen Gebeinen und kelt. Altertümern aus Nephrit und Tremolith, 4s Elfen e aus Jaspis, Teile von Halsbändern aus Elfenbein und Türkisen u. s. w. Bei C. landeten 27. Juni 1795 die Emigranten unter dem Grafen Puisaye.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 5Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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