Catülus, Beiname eines Zweigs der plebesischen Lutatier in Rom. — Gasus Lutatius C. ward 242 v. Chr. zum Konsul gewählt und befeh0 die neue, aus freiwilligen Beiträgen erbaute Flotte, mit welcher er 10. März 241 den Karthagern unter Hanno die für die Römer siegreiche Seeschlacht bei den Agadischen Inseln (s. d.) lieferte. Da C. selbst verwundet war, führte jedoch der Prätor P. Valerius Falto das eigentliche Kommando. Die Schlacht entschied den Ausgang des ersten Punischen Kriegs. Nach diesem chloß C. mit Karthago einen Frieden, der schließlich mit einzelnen Verschärfungen vom Volke zu uintus Lutatius C. befehligte im J. 102 als Konsul in Oberitalien Heaon dr Eimhenn, vor denen er sich zuerst über die Etsch, dann über den Po zurückzog, während sein Kollege Marius den großen Sieg über die Teutonen bei Aqua Sestiä erfocht. Da dem C. aber die Cimbern nicht folgten, sondern in Oberitalien blieben, so konnte Marius sein siegreiches Heer herbeiführen und C. siegte dann mißt, sind unter K anfzusuchen. als Prokonsul 101 mit Marius zusammen über die Cimbern auf den Raudischen Feldern unterhalb Vercellä (nach andern unweit Verona). Ein Dib zehnt später kämpfte er im Bundesgenossenkriege als einer der Unterfeldherren. C. endete im J. 87 durch Selbstmord kurz nach der Einnahme Roms durch Marius, der ihn haßte. C. glänzte als Redner durch Feinheit und Eleganz; er versuchte sich auch als Dichter und als Geschichtschreiber in Memoiren, indem er nach Xenophons Musterbild die Thaten seines Konsulats erzählte. Auch trug er Glanze Roms durch ein prachtvolles Privataus auf dem Palatin, sowie durch einen Tempel und eine Säulenhalle aus der cimbrischen Beute bei. Sein gleichnamiger Sohn Quintus Lutatius C. trat als Konsul 78 v. Chr. im Senat und auf dem Forum seinem Kollegen Lepidus (s. d.) entgegen, als dieser nach Sullas Tode den Versuch machte, dessen Verfassung zu stürzen, und bekämpfte Lepidus dann 77 v. Chr. als Prokonsul erfolgreich mit den Waffen in der Hand. C. erwies sich ebenso energisch während des Kampfes als . Wieh nach dem Siege. Von der ihm übertragenen Wiederherstellung und Einweihung des kapitolinischen Tempels im J. 69 v. Chr. erhielt er den Beinamen Capitolinus. Er starb 61 v. Chr.