FeedCean-Bermüdez (Juan Augustin)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Cean-Bermüdez (Juan Augustin), ausgezeichneter span. Kunsthistoriker, geb. 17. Sept. 1749 zu Gijon in Asturien, lebte teils zu Sevilla wo er 1779 eine Kunstschule gründete, teils zu Madrid, wo er eine Stelle an der Nationalbank erhielt und später zum Sekretär im ind. Departement ernannt wurde, nachdem er vorher das in Sevilla befindliche Generalarchiv für Indien geordnet hatte. Er starb zu Madrid 3. Dez. 1829. Unter seinen Werten sind, außer mehrern Schriften zur Geschichte der Kunst in Sevilla, hervorzuheben: «Diccionario histôrico de los mas illustres professores de las bellas artes en Espanas (6 Bde., Madr. 1800) und „Noticias de los arquitectos y arquitectura de Espana v (4 Bde., Madr. 1829). Auch verdienen seine Memorias para la vita del G. M. de Jovellanos (Madr. 1814) und der „Dialogo sobre el arte de la pintura (Sevilla 1819) Erwähnung. Erst nach seinem Tode wurde das für die alte Geo-Werva und die Archäologie Spaniens wichtige WerkeSumario de las antiguedades romanas que hay en Espana (Madr. 1832) herausgegeben. Oeanöthus, eine von Linné benannte Pflan-Arten lan aus der Familie der Rhamneen, deren rten, lauter Sträucher, in Nordamerika (besonders Mexiko), Westindien wachsen. Sie haben einfache, ganze, abwechselnd gestellte Blätter, blattwinkelständige Trauben und regelmäßig geformte, aus einem glockenförmigen, mit dem Fruchtknoten verwachsenen Kelch und fünf kleinen, langgenagelten Blumenblättern encherig⸗ Blüten, aus denen sich eine trockene, dreifächerige, dreisamige Beere entwickelt. Mehrere Arten eignen sich wegen schöner Belaubung und hübscher Blumen zu Ziergewächsen. Am längsten bekannt und angebaut ist C. americanus L., ein etwa 1 m hoher Strauch mit eiförmigen, zugespitzten, dreinervigen Blättern und weißen Bluten, welcher bei uns im Freien aushält. Seine Blätter werden getrocknet in Carolina als Thee verwendet, seine Wurzeln liefern eine nankinggelbe Farbe. Die meisten übrigen Arten können nur im temperierten Hause gezogen oder müssen wenigstens im Orangeriehause überwintert werden. Mehrere eignen sich vorzüglich zu Winter-Piunen besonders C. Delilianus Spach. mit blaßlauen Blumen und C. azureus Desf. mit unterseits gelbrot-filzigen Blättern und dunkelblauen Blumen. Sie verlangen Heideerde und lassen sich durch Samen oder Pfropfen vermehren.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 97Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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