Cento, freundliche, wohlgebaute Stadt in der ital. Provinz Ferrara, Compartimento Emilia, 36 EKm im SW. von Ferrara, links am Reno und am Centokanale, mit (1881) 4975 (Gemeinde 19682) E. Die Umgegend ist fruchtbar und gut kultivierte Ebene. Unter den Gebäuden der Stadt zeichnet sich der ehemalige Palast der Grafen Chiavelli⸗-Pannini aus. Diesen sowie die Kirchen der Stadt, und die Häuser Giampaolo, Majocchi, Provenzali und Tassinari schmücken Gemälde des hier 1590 geborenen Giovanni Francesco Barbieri genannt Guercino. Seine Marmorstatue von Galletti ist 1862 auf dem Hauptplatze errichtet worden. Die Stadt treibt lebhaften Handel mit Hanf. Unweit südöstlich von C., auf dem rechten Ufer des Reno, liegt die kleine Stadt Pieve di Cento mit der Wallfahrtslirche Sta.⸗Maria Assunta mit einer Himmelfahrt Mariä von Guido Reni über dem Hauptaltare. Der Centokanal beginnt 18 km im NW. von Bologna und wird bei San-Giovanni Hing durchfließt C. und begleitet 9 km weit den eno, um sich bei Ferrara mit dem Po di Volano zu vereinigen; seine Länge ist 55, Km, und er kann 150 und Litteraturhistoriker, geb. zu Pisa 8. Dez. 17⁰4, studierte daselbst die Rechte und lebte später viele desena in Florenz, mit philol. und philos. Studien beschäftigt. Im J. 1841 als Professor der Geschichte der Philosophie an das Ateneo Pisano berufen, machte er 99518 Aufsehen durch seine Antrittsvorlesung, welche 1842 unter dem Titel Prolusione alla storia de' sistemi di filosoflao im Druck erschien. Wegen . lebhaften Beteiligung an den revolutionären Bestrebungen wurde er 1849 abgesetzt und zum Inspektor der toscan. Bibliotheken ernannt. Im J. 1859 erhielt er seine Lehrstelle wieder, ward sodann zum Mitglied der Consulta di Stato ernannt, als Präsident der philol.⸗philos. Sektion des Istituto di Studii superiori nach Florenz berufen und von da wieder nach Pisa als Professor an der Universität versetzt. Zuletzt war er Rektor der dortigen Universität und Senator des Königreichs Italien. Er starb 6. Jan. 1880 in Pisa. Außer zahlreichen Arbeiten für gelehrte Zeitchriften veröffentlichte er: Edipo Rey (Tragödie, Flor. 1829), Preludio al corso di lezioni intorno a Dante Alighierio (Flor. 1838), Della vita e delle opere di Vittorio Alflerio (Flor. 1842), Sopra il diritto delle nazionalitào (Pisa 1848), Wa Letteratura greca dalla sua origine sino alla caduta di Costantinopoli e studio sopra Pitagora (Flor. 1870), C.s Hauptwerk. Nach seinem Tode erschien noch von ihm ein Band: Wita poctica v (Flor. 1881). Verschiedene andere seiner Arbeiten sind noch ungedruckt.