Chapelain (Jean), franz. Dichter, geb. zu Paris 4. Dez. 1595, hatte ursprünglich Medizin studiert, wurde dann Erzieher der Söhne des Marquis de la Trousse und widmete sich seitdem dem Studium der Sprachen und der Dichtkunst. Durch eine Vorrede zu Marinis Adonev, der in Paris erschien, zog er zuerst die Aufmerksamkeit des Kardinals Richelieu auf sich. Er war eins der ersten Mitlieder der Akademie und um deren Einrichtung desonders verdient. Seine Pucellen, bereits um 1630 begonnen, mithin einer der frühesten epischen Versuche der modernen franz. Litteratur, hatte durch ihre frühzeitige Ankündigung und durch die 20jährige Verzögerung ihres Erscheinens Erwartungen angeregt, denen sie bei ihrer endlichen Veröffentlichung (1656) nicht zu genügen vermochte. Zwar nißt, sind unter K aufzusuchen. verkaufte man in den ersten 18 Monaten sechs Ausgaben der erschienenen ersten 12 Bücher des Gedichts; aber bald wurde das Werk ein des Spottes und sank in Vergessenheit. Die Trocken-Dr der Erzählung, der Mangel jedes anziehenden etails, Trivialitäten des Ausdrucks, der Bilder und der Erfindung bei erkünsteltem Pathos vermochten niemand glauben zu machen, daß die Pucelles ein im Sinne der Alten korrektes Epos sei, wofür sie sich ausgab. C. starb 22. Febr. 1674. Die vollständigste Ausgabe seines Gedichts in 18 Büchern erschien zu Genf (1762). Ehapel-en-le-Frith, Stadt in der engl. Grafschaft Derby, 53 Em im NNW. von Derby, an der Nordwest⸗ und Midland-Eisenbahn, mit (1881) 10383 E., welche Kattun und Papier fabrizieren und Kalt brennen, Blei und Kohlen abbauen.