Chitin (HINO., ein die Hauptmasse der Flügeldecken der Käfer, sowie der Gehäuse der Krebse bildender Stoff; derselbe wird rein erhalten, indem man z. B. die Schalen von Krebsen zuerst in verdünnter Salzsäure maceriert, dann nacheinander mit verdünnten Alkalien, Wasser, Alkohol und Äther auskocht. Das C. behält dabei die Form der angewandten Substanz. Es löst sich nur in konzentrierten Säuren. Die Lösung in Schwefelsäure, mit reichlichen Mengen von Wasser verdünnt und anhaltend gekocht, liefert Traubenzucker. Es zeigt demnach das C. viele Analogien mit der pflanzlichen Cellulose, von der es aber durch seine Zusammensetzung weit verschieden ist.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 314Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei