FeedChrysosplénium
PflanzenreichBrockhaus 1882

Chrysosplénium, d. h. Goldmilz (Milzkraut), nannte Linné eine Pflanzengattung aus der Familie der Saxifrageen. Die Arten dieser Gattung wachsen an feuchten Orten in Europa, im mittlern Asien und auch in den außertropischen Gegenden Amerikas. Die in Deutschland am häufigsten vorkommende Art ist C. alternifolium L. mit goldgelb gefärbten Blüten und Hüllblättern. Diese sowohl als die zweite, seltener vorkommende Art, C. oppositifolium L., ist eine saftvolle, zerbrechliche, niedrige Pflanze mit nierenförmigen, gekerbten Blättern, deren oberste an den Asten der Trugdolde befindliche goldgelb sind, und kleinen Blüten aus einem vier⸗ bis fünfspaltigen Perigon mit acht bis zehn kurzen Staubgefäßen und einem halbunterständigen Fruchtknoten, aus dem sich eine verkehrt herzförmige, zweihörnige, zweiklappige vielsamige Kapsel entwickelt. Das Milzkraut, au Gold-Steinbrech und Steinkresse genannt, wächst an Ufern von Bächen, feuchten Plätzen u. s. w. allenthalben in Deutschland, oft in dichtem Rasen, und ist mit seinen goldgelben Trugdolden im ersten Frühling eine Zierde der Bachufer u. s. w. Von beiden war früher das Kraut offizinell. Chrpioftömus s. Dio.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 380Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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