Cingöli, Stadt in der ital. Provinz Macerata, liegt auf einem Plateau, welches die Gewässer der Potenza von denen des Esino scheidet, die beide sich in das Adriatische Meer ergießen, und zählt (1881) 1566, als Gemeinde 12136 E., welche besonders mit Holz und Kohlen handeln. C. ist das alte Cingulum, welches von Labienus angelegt und von Cäsar befestigt wurde. Cinglum (lat.) heißt eine weiße seidene oder baumwollene Schnur mit Quasten an den Enden, die dazu dient, das Unterkleid der kath. Priester, die Alba, zu gürten und, falls dieselbe zu lang sein sollte, in die Höhe zu schürzen. Sie wird einfach vorn zugebunden. Auch über den geistlichen Leibrock (Talar) trägt der kath. Klerus ein C., das in einem breiten, schärpenartigen, an der Hüfte zusammengesteckten Bande deses 6 dessen Enden an der Seite herabfallen. Dieses C. ist in der Regel schwarz und ebenfalls von Seide oder Wolle. Lingülum militare (lat.), Kriegsgürtel, der in der röm. Zeit mit zu der Rüstung gehörte, zeigt sich auf einem Grabsteine des Publius Flavolejus, Soldaten der 14. Legion, woaußer den mit Schnallen müßt, sind unter K aufzusuchen. geschlossenen Gurtriemen des Schwertes und Doles noch ein dritter zusammengeschlungener Gürtel zu bemerken ist, welcher die Tunika umschließt und zugleich eine Platte von Leder oder Blech: zum Schutze des Unterleibes zu befestigen bestimmt ist, welche mit dem Ledergehänge in Verbindung steht, das in sechs Streifen, mit vielen Metallknöpfen beschlagen, bis zu den Knien herabfällt. Solche Gürtel waren entweder, nach Gräberfunden, von Bronzeblech, oder, wie Skulpturen zeigen, von Leder mit Metall beschlagen. Vgl. Lindenschmit, „Die Altertümer unserer heidnischen Vorzeit v (Heft 9, Mainz 1879). Cingulum militare wird zur Zeit Justinians auch überhaupt als Bezeichnung des Soldatenstandes gebraucht, wie im Mittelalter zur Bezeichnung der Ritterwürde. In der Merovingerzeit pflegten, nach Gregor von Tours, die Großen kostbare Wehrgehänge, das Cingulum militare, als Ehrengeschenke zu verleihen, und ferner wird erzählt, daß während der Regierung Ludwigs des Frommen die Bischöfe und Geistlichen endlich beie 817) anfingen, das mit Gold und Edelsteinen esetzte Cingulum militare, sowie die kostbaren Gewänder und Stiefel mit Sporen abzulegen. Oinis (lat.), Asche. Einisi, Stadt in der ital. Provinz Palermo auf Sicilien, 34 Km im NW. von der Hauptstadt, nahe am Busen von Castellamare, an der Eisenbahn Palermo-Trapani, zählt (1881) 5474 C., welche vortrefflichen Wein bauen.