FeedClemencean (Eugene)
HeilkundeBrockhaus 1882

Clemencean (Eugene), franz. radikaler Politiker, geb. 28. Sept. 1841 zu Mouilleron-en-Pareds im Depart. Vendeée, besuchte das Gymnasium zu Nantes, studierte seit w1865 in Paris Medizin und ließ sich dann daselbst im 18. Arrondissement als Arzt nieder. Nach dem 4. Sept. 1870 wurde er zum Maire seines Arrondissements ernannt und rmißt, sind unter K aufzusuchen. im Febr. 1871 vom Depart. Seine in die Kammer gewählt, wo er gegen die Cenmmuye persuchie rien stimmte. Während der Commune versuchte er die schwierige Rolle eines Vermittlers er e dem pariser Stadthause und der versailler Regierung zu spielen, kam aber 18. März 1871 zu spät, um die Generale Lecomte und Clément Thomas vom 2.Seue als R. zu retten. Er legte hierauf seine Stelle als Maire und sein Mandat als Deputierter nieder und widmete seine Thätigkeit dem Gemeinderate von Paris, dessen Präsident er 1875 ward. Bei den Februarwahlen von 1876 wurde C. wieder in die Deputiertenkammer gewählt als Vertreter des 18. Arrondissements von Paris und schloß sich der äußersten Linken an; bald wußte er sich durch seine glänzende Rednergabe zum Führer seiner Partei aufzuschwingen. C. gehörte dann zu dem Ausschuß der Achtzehn, welchen die Fraktionen der Linken beauftragten, den Widerstand der republikanischen Partei gegen das mit einem Staatsstreiche drohende Ministerium zu leiten; im März 1879 beantragte C. die Versetzung des Fourtou-⸗Broglieschen Ministeriums in Anklagestand. Später befürwortete er eifrig die allgemeine Amnestie der Communards und beantragte am 5. März 1881 nach der Diskussion uüber die Waffenlieferungen von seiten Frankreichs an Griechenland in der Kammer eine Tagesordkan d die das Bedauern ausdrückte, daß die Thaten des Ferryschen Ministeriums nicht mit seinen Worten zusammenstimmten; der Antrag wurde jedoch verworfen. Bei den Wahlen des 21. Aug. 1881 wurde C. von drei Bezirken in die Kammer gewählt; er entschied sich für den zweiten Wahlkreis von Montmartre und begründete dann die Zeitung (La Justiced, das Organ der äußersten Linken.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 447Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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