FeedClemangis (Mathieu Nicolas de)
ReligionBrockhaus 1882

Clemangis (Mathieu Nicolas de), franz. Theolog, geb. um 1360 zu Clamangis bei Chälons in der Champagne, he seine Ausbildung zu Paris unter Peter d'Ailly und Johann Gerson, ward 1391 Baccalaureus der Theologie und 1393 Rektor an der Universität zu Paris. Als solcher überreichte er 30. Juni 1394 dem Könige eine 11 freimütige Denkschrift über die Mittel, dem Kirchenschisma ein Ende zu machen. Benedikt XIII. machte C. zu seinem Sekretär; als aber der Papst den König Karl VI. bannte, floh C. nach der Abtei Vallombrosa in Toscana. Später kehrte er nach Paris zurück, wo er um 1434 starb. C. bekämpfte in seinen Schriften die Scholastik, die Sittenlosigkeit der Geistlichen und den Luxus. Ob aber die Schrift Liber de corrupto statu ecclesiaev (1414) von ihm ist, wird sehr bestritten. Seine Werke wurden, n. unvollständig und inkorrekt, von Lydius (1613) herausgegeben. Vgl. Müntz, „Nicolas C., Sa vie et ses écrits o (1846). aus der Familie der Ranunculaceen. Die zu ihr gehörigen Pflanzen sind Kräuter oder Sträucher mit kletternden, selten aufrechten Stengeln, gegenständigen Blättern, einzelnen oder trugdoldig an-Biutenznlt Blüten und vier- bis sechsblätteriger Sedehen (Perigon). Die zahlreichen Staubgefäße stehen auf dem Blütenboden, und die Schließfrüchte sind durch den lederig-bärtigen, selten nackten Griffel geschwänzt. Mehrere der zahlreichen, über die ganze Erde zerstreuten Arten werden in Gärten gezogen. Die als Zierpflanzen beliebtesten Arten sind: C. Viticella L., ein südeurop. Kletterstrauch mit einzelnstehenden, langgestielten Blüten und blauvioletten, kreuzförmigen Blumen, der häufig zu Lauben und Wandbekleidungen benutzt wird und in Gärten in vielen Varietäten vorkommt. C. Viorna L., ein Kletterstrauch aus Nordamerika, mit violetten oder purpurnen, ebenfalls einzelnstehenden Blumen, der zu demselben Zweck dient. C. erecta AIL., steife Waldrebe, ist eine südeurop. 10158 te Staude mit rispig angeordneten weißen, sechsblätterigen Blumen; welche häufig als Zier⸗ . des freien Landes kultiviert wird. C. integrifolia L., eine in Ungarn wachsende aufrechte Staude mit ovalen, ganzrandigen Blättern und großen, einzelnstehenden, langgestielten, alls sehr migen, violettblauen Blumen, wird ebenfalls sehr häufig kultiviert. C. Vitalba L., ein in Mittel- und Südeuropa in Hecken wildwachsender Kletterstrauch mit gefiederten Blättern und weißen, trugdoldig gruppierten Blumen, wird namentlich im Norden zur Bekleidung von Wänden und zu Lauben benutzt. Unter den nur im Gewächshause gedeihenden Arten ist die prächtigste die in Japan heimische C. lanuginosa Lindl. Sie hat große, eiförmige, spitze, am Grunde etwas herhybemihe Blätter, schlingende Stämme und Aste und einzelnstehende, sechsblätterige, bis 16 em im Durchmesser altende azurblaue Blumen. Andere schöne Arten sind C. patens, der Gärtner, mit ebenfalls violetten Blumen; C. Helena, eine bent C. 10 Abart derselben, mit gelben Staubgefäßen; C. Louise, eine andere Abart, schneeweiß mit blauen Staubgefäßen, alle aus Japan. Durch Kreuzungen dieser und anderer japan. Arten untereinander oder mit C. Viticella sind auch mehrere sehr schöne Sorten entstanden, welche von den Gärtnern mit besondern Namen belegt werden. Alle Arten verlangen einen guten Boden und regelmäßige tägliche Terech 0 desselben. Die Sträucher lasen sich durch Ableger und Stecklinge, die Stauden durch Zerteilung der Wurzelstöcke, alle auch durch Samen vermehren.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 447Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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