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ReligionBrockhaus 1882

Clericis laicos H nach ihren Anfangsworten eine päpstl. Bulle, welche Bonifacius VIII. s. d.J am 25. Febr. 1296 erließ. Dadurch veranaßt, daß Philipp IV. der Schöne von Frankreich und Eduard I. von England, um für ihre Kriege Geld zu erhalten, die Kirchengüter mit Steuern belegten, erklärt die Bulle, daß die Laien stets Feinde des Klerus seien, und bedroht alle Fürsten mit dem Banne, welche ohne Einwilligung des Papstes von den Geistlichen Steuern einziehen. Als Philipp darauf die Ausfuhr alles gemünzten und ungemünzten Silbers, also auch die Übersendung aller in die päpstl. Kasse fließenden Gelder verbot, erklärte Bonifacius, die Bulle komme nicht zur Anwendung, wenn der Klerus freiwillig der Krone ein Geschenk mache, beziehe sich auch nicht auf Fälle der Not; dann würde auch der Papst bereit sein, die Güter der Kirche dem Besten des franz. Staates . opfern. Aufgehoben wurde die Bulle durch Cle mens V. im J. 1311.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 453Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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