Colima, ein Staat Mexikos, an der Westküste zwischen 18“ 33“ und 19 10 nördl. Br. gelegen, im N. und O. von Jalisco, im SO. von Michoacan‚, im SW. vom Meere begrenzt, hat ein Areal von 7136 qkm (wovon 800 auf die dazu gehörenden Revilla-Gigedo-Inseln kommen) und eine sehr mannigfaltig gestaltete Oberfläche, längs der Küste eben, im Innern, besonders gegen die Nord⸗ und Ostgrenze hin, gebirgig und zum Teil sehr unzuganglich. m N. erhebt sich südlich von der südl. Randkette des Plateaus der 3860 mehohe Pik von Tancitaro, und dicht neben dem 4297 m hohen Nevado de Colima der zweigipfelige Vulkan Pico de Colima; der erloschene Gipfel ist 4164m hoch, der oft thätige (1818, 1869, 1876) 3704 m hoch. Der Boden des Landes ist sehr fruchtbar und erzeugt Baumwolle, Zuckerrohr, Reis, Tabak, Kakao; ent5 auch Silber, Eisen, Kupfer, Blei u. s. w. Die ahl der Einwohner wurde 1880 auf 78527 angedaupt meist Nahuatl sprechende Indianer. Den aupterwerbszweig derselben bilden Landwirtschaft und Gewinnung von Seesalz. Die Hauptstadt Colima liegt 38 km südlich von dem Vulkan Pico de C. in 450 m Höhe, 65 kmevom Meere entfernt, an dem macheninen kleinen Flüßchen, und zählt 23 572 E., welche einigen Handel treiben. Die Stadt hat ein angenehmes und gesundes Klima und schöne freie Plätze. An der Küste des Großen Oceans liegt der Puerto de Colima oder Manzanillo, ein ziemlich guter, auch für große Schiffe zugänglicher Hafen mit weni Einwohnern. Im Revolutionskriege trennte sich C. von der Intendanz Guadalajara, zu der es früher gehört hatte, und stellte sich, nach einigen vergeblichen Versuchen, einen selbständigen Staat zu bilden, unmittelbar unter die Bundesregierung.