Collot d'Herbois (Jean Marie), Fanatiker der Französischen Revolution, geb. um 1750 zu Paris, durchzog als Schauspieler Frankreich, Holland, Belgien und kam nach Genf, die Verwaltung des dortigen Theaters zu übernehmen. Beim Ausbruch der Revolution eilte er nach Paris und that sich als leidenschaftlicher Straßenredner hervor. Seine Broschüre Almanac du Pêre Gérarde verschaffte ihm vom Jakobinerklub einen Preis. Während der Ereignisse vom 10. Aug. 1792 drängte er sich in den pariser Gemeinderat ein, bereitete die Septembermorde mit vor und wurde vom Seinedepartement in den Konvent gewählt. Bei Eröffnung desselben war er es, der zuerst auf Einführung der Republik antrug, und einen Monat später verlangte er die Todesstrafe für die Emigranten. Auch den Prozeß des Königs hatte er beantragt, und von Orléans aus, wo er sich auf einer Mission befand, schickte er sein Votum ein, das auf Tod ohne Aufschub lautete. Nach seiner Rückkehr wurde nißt, sind unter K aufzusuchen. er 13. Juni 1793 für seine Beihilfe am Siege der Jakobiner über die Gironde mit der Präsidentschaft der Versammlung betraut und kam im September desselben Jahres in den Wohlfahrtsausschuß. Nach der Einnahme von Lyon schickte ihn Robespierre mit Fouché Nov. 1793 als Richter in diese Stadt. Als Schauspieler war C. hier einst ausgepfiffen worden. Jetzt fand er Gelegenheit, dafür Vergeltung zu üben durch die Massenexekutionen mit Flinten und Kartätschen, die ihm den Beinamen des Mitrailleurs und sogar eine Anklage seitens der unglücklichen Stadt im Konvent einbrachten. Doch hielt er sich gerade durch verdoppelten Terrorismus, den er auch gegen die Dantonisten wandte, aufrecht. Ein Attentat auf ihn 23. Mai 1794 erhöhte sein Ansehen noch mehr und erweckte dadurch den Neid Robespierres, der ihn nun zu stürzen suchte und damit C., der damals Präsident des Konvents war, zu der Verschwörung drängte, die am 9. Thermidor ihm selbst verderblich wurde. Doch entging unter der folgenden Reaktion auch C. nicht der Strafe seiner Verbrechen. Zuerst aus dem Konvent gestoßen, wurde er nach der Insurrektion vom 12. Germinal zur Deportation verurteilt. Man schaffte ihn nach Guiana, wo er im Hospital zu Sinnamari ollꝰ ottava aavde wird über die Noten gesetzt, wenn beim Klavier mit der rechten Hand die obere Oktave dazu gespielt werden soll; steht es da90 en im Basse unter den Noten, so bedeutet es, ß die linke Hand die untere Oktave dazu greifen muß.