FeedConz (Karl Philipp)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Conz (Karl Philipp), bekannt als Übersetzer und als Dichter, geb. zu Lorch im Württembergischen 28. Okt. 1762, war ein Jugendgespiele Schillers, studierte in Tübingen, wurde hier 1789 Repetent am theol. Seminar, 1790 Prediger an der Karlsakademie zu Stuttgart. Nachdem er hierauf die Diakonate zu Vaihingen und Ludwigsburg verwaltet, erhielt er w1804 die Professur der llassishen Litteratur, 1812 der Eloquenz zu Tübingen und starb daselbst 20. Juni 1827. Als 90 mackvollen übersetzer zeigte er sich in seinen Nachbildungen der Tragödien des Aschylos und einiger Komödien des Aristophanes. Seine Dichtungen: Konradin von Schwaben » (Ansb. 1783), Moses Mendelssohn, der Weise und Mensch, ein lyrisch-didaktisches Gedicht» (Stuttg. 1787), 4«Gedichte v (neue Ausg., 2 Bde., Tüb. 1818—19), „Biblische Gemälde und Gedichter (Frankf. 1818), Gedichte, neueste Sammlungo (Ulm 1824), sind ohne Salichaleders Wert. Seine Tunnzuwo Schriften: „Schicksale der Seelenwanderungshypotheses (Königsb. 1791), Abhandlungen für die Geschichte und das 30. 17900, be der spätern stoischen Philosophie v (Tüb. 1794), besonders die «Kleinern prosaischen Schriften vermischten Inhaltso (2Bde., Tüb. 1821—22; neue Sammlung, Ulm 1825), zeugen von Geist und umfassenden Kenntnissen. Auch seine «Nachrichten von Weckherlins Leben» (Ludwigsb. 1802) und die Schrift: Micodemus Frischlin, der unglückliche wirtemb. Gelehrte und Dichtero (Frankf. 1791), verdienen genannt zu werden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 579Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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