FeedCorrödi (Wilh. August)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Corrödi (Wilh. August), Dichter und Zeichner, geb. 27. Febr. 1826 in Zürich als Sohn des Jugendschriftstellers und spätern Dekans in Töß, Wilhelm C., besuchte das Gymnasium zu Winterthur und Zürich, studierte Theologie in Zürich und Basel, fühlte aber mehr Vorliebe für einen künstlerischen Beruf und bezog daher 1847 die münchener Akademie, wo er bis 1852 blieb. Später lebte er als Schriftsteller in seiner Heimat, wurde 1862 Zeichenlehrer an den höhern Stadtschulen von Winterthur, legte 1881 diese Stelle nieder und lebt seitdem in Zürich. Er veröffentlichte: Liederp (Kass. 1853), Dur und Moll. Aus Natur und Lebenv (St. Gallen 1855), Ein Buch ohne Titel, aber für Kinder von sieben mal sieben Jahreno (St. Gallen 1855), «Waldlebeno, lyrischer Roman (St. Gallen 1856), «Reisebriefe aus der Schweiz und Mailand⸗ (Luzern 1857); mehrere Idyllen und Dramen im heimischen Dialekt: „De Herr Professor. Idyll aus dem Züribiete (Winterthur 1857; 2. Aufl. 1872), „De Herr Vikari. Winteridyll usem Züribiet⸗ (Winterthur 1859), «De Herr Dokter. Herbstidyllu. s. w. (Winterthur 1860; von ihm dramatisiert, Winterthur 1872); ferner «Ernste Absichteno, ein Frühlingsbuch (Winterthur 1860), Deutsche Reime und Rätselo, mit Illustrationen von ihm (Glogau 1861), «Shakspeare. Lebensweisheit aus seinen Werken gesammelty (Winterthur 1863; 2. Aufl. 1864), Lieder von Robert Burnsv, aus dem Schottischen in das schweizer Deutsche übertragen (Winterthur 1870), Blübendes Lebeno, Roman (Bern 1870), De Ritchnechto, Lustpiel in 1 Akt (Zür. Lustspiel in 2Akten (Zür. 1879), Mir hürater nüd⸗ (Zür. 1880), Eine Pfarrwahlo, Zeitbild in 5 Akten (Aarau 1877), Der Sang vom AÄrgerv (Zür. 1881). Noch unveröffentlicht sind: Wie d'Warret würkto und «Plautus' Mostellaria in züricher Deutscho. Auf dem Gebiete der Zeichenkunst gab er „Studien zur Pflanzenornamentiko (Lpz. 1876) und andschaftliche Vorlageno (Abteil. 1 u. 2, Winter⸗ — 1871) heraus. Anderes, wie 15 Kartons zum ärchen von Schneewittchen, befindet sich in Privatbesitz zu Berlin. mißt, sind unter K aufzusuchen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 615Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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