Craven (lisabeth Berkeley, Lady), spätere Markgräfin von Ansbach, die jüngste Tochter des engl. Grafen Berkeley, geb. 1750, vermählte sich 1767 mit William, Lord C., dem fie sieben Kinder gebar, von dem sie sich aber 1781 trennte. Hierauf machte sie weite Reisen und trat in Ansbach zu dem Markgrafen Christian Friedrich Karl Alexander, einem Neffen Friedrichs d. Gr., in nahe Beziehungen. Ihre Reise durch die Krim nach Konstantinopel schilderte sie in einer Reihe von Briefen, welche gesammelt unter dem Titel: „Journey through the Criméea to Constantinoples (Lond. 1789; deutsch, Lpz. 1789) erschienen und denen später Letters to the Margrave of Ansbach on travels through France, Germany, Russia ete.v (Lond. 1814) folgten. Als Lord C. 1791 gestorben war, vermählte sich der Markgraf mit ihr und ging, nachdem er sein Land gegen ein Jahrgeld dem König von Preußen überlassen, mit seiner Gemahlin 9106 England, wo er unweit Hammersmith ein Schloß (Brandenburg-House) kaufte. Von Kaiser Franz II. zur Fürstin von Berkeley erhoben, lebte sie nach dem Tode des Markgrafen (1806) bald in England, bald in Neapel, wo sie 13. Jan. 1828 starb. Ihre interessanten Memoirs of the Margravine of Ansbach, formerly Lady C., written by herselfo erschienen in zwei Bänden (Lond. 1825; deutsch, 2 Bde., Stuttg. 1825). Auch schrieb sie Gedichte, Romane und Theaterstücke; letztere gab Asimont heraus (2 Bde., Ansbach 1789). ö